Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Vollsperrung auf A7: Verkehrschaos im Landkreis

Veröffentlicht von Christian Harborth am 05.10.2019.

Kreis Hildesheim - Fahrbahnschäden auf der A 7 in Höhe Derneburg haben ab Samstagfrüh ein Verkehrschaos im südlichen Landkreis ausgelöst. Polizei und Autobahnmeisterei sperrten noch in der Nacht beide Fahrbahnrichtungen. In der Folge kam es zu langen Staus auf der Schnellstraße und zähfließendem Verkehr auf den Ausweichstrecken.

Die Sperrung muss zunächst aufrecht erhalten bleiben, weil so schnell keine Mitarbeiter der Straßenbaufirma aktiviert werden konnten. „Wir gehen derzeit davon aus, dass die Arbeiten am Montag beginnen können“, sagt Eike Deutschländer von der Autobahnpolizei Hildesheim.

Bewegungen im Untergrund

Dort hatten sich schon in der Nacht mehrere Auto- und Lastwagenfahrer gemeldet und von einer gefährlichen Bodenwelle in Höhe Derneburg berichtet. „Wir haben uns das angeschaut und die Autobahn sofort gesperrt“, sagt Deutschländer. Die Polizei geht davon aus, dass die Bodenwelle – der Höhenunterschied beträgt rund 20 Zentimeter – Folge der Brückenbauarbeiten vor ziemlich genau einem Jahr an dieser Stelle ist.

Die damalige Baugrube war zugeschüttet und eine neue Fahrbahn gezogen worden. „Aber natürlich entstehen durch die anschließende Verdichtung des Erdreichs noch Bewegungen im Untergrund“, sagt Deutschländer. Die Polizei geht davon aus, dass diese die Schäden an der Autobahn verursacht haben. Dass die ausführenden Firmen dabei eine Mitschuld trifft, glaubt man bei der Autobahnpolizei nicht.

Autofahrer suchen sich Wege

Auffällig ist aber die Geschwindigkeit, mit der sich der Fahrbahnbelag der A 7 an Kilometer 194,3 bei Derneburg hob: Laut Polizei bildete sich die Bodenwelle innerhalb eines Tages.

Die Folgen der anschließenden Vollsperrung waren beträchtlich: Viele Autofahrer folgten den Empfehlungen der Polizei und fuhren schon in Hildesheim oder auf der Ratsstätte Hildesheimer Börde ab – um sich dann über die B 6 weiter Richtung Süden durchzuschlagen. Wer bis zur Abfahrt Derneburg fuhr, musste sich dort gedulden: Zeitweise staute sich der Verkehr mehrere Kilometer zurück. Auch in der Gegenrichtung bildeten sich zeitweise lange Staus.