Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Alfelder Straße: Bau des neuen Marktzentrums beginnt

Veröffentlicht von Renate Klink am 12.02.2018.

Hildesheim - Rossmann, Rewe, eine Bäckerei mit Sitzcafé sowie eine Gärtnerei – geht es nach den Plänen des Beamten-Wohnungsvereins (BWV), dann können Kunden im Frühjahr des kommenden Jahres im neuen Marktzentrum am Vier Linden einkaufen gehen. Auf dem Gelände zwischen Alfelder Straße und Lucienvörder Allee haben nun die Bauarbeiten begonnen. Bagger tragen große Mengen an Erde ab, um das 20 000 Quadratmeter große Areal vorzubereiten. Für die Erschließung des Grundstücks werden zunächst Leitungen verlegt und dann wieder aufgeschüttet.

„Alles läuft nach Plan“, so hat BWV-Chef Wolfgang Dressler am Montag bestätigt. Einzig ein besonders kalter Winter könne die Arbeiten noch mal verzögern. „Da sind wir auch keine Propheten.“ Rund 6,7 Millionen Euro sollen in den eingeschossigen Gebäudekomplex investiert werden. Dazu gehört auch ein großer Kundenparkplatz. Mit dieser Summe will die Genossenschaft das Großprojekt realisieren.

Besondere Vorschriften für Hochwasserschutz

Geplant war das neue Marktzentrum schon seit vielen Jahren. Doch lange passierte auf dem Grundstück nahe der Innerste nichts. Grund: der vorgeschriebene Hochwasserschutz. Deswegen musste im Jahr 2013 das Großprojekt erstmal gestoppt werden. Es gelten besondere Schutzvorschriften, damit das Gebiet sicher vor Überflutungen ist. Um die neuen Vorschriften zu erfüllen, musste das Gelände hochwassersicher gemacht werden.

Eine aufwendige Angelegenheit. Zu den Vorarbeiten gehörte es, zunächst Wälle auszubauen. Die so entstandenen Zwischenräume wurden dann etwa einen halben Meter hoch aufgeschüttet. So entstand eine erhöhte Ebene. Erst drauf können dann die geplanten Geschäfte gebaut werden. Zu den Auflagen gehört auch, für verbaute Flächen neue Ausgleichsareale zu schaffen – in Bad Salzdetfurth und Listringen.

Standort bei Anwohnern nicht unumstritten

Im August des vergangenen Jahres hatten Bagger auf dem Eckgrundstück am Vier Linden begonnen, das ehemalige Wohnhaus und den angrenzenden Gartenbaubetrieb mit den auffälligen Gewächshäusern von Godehard Schneider abzureißen. Übrig blieb das rotgestrichene Gebäude des Veranstaltungszentrums, das jedem im Vorbeifahren ins Auge sticht.

Der Standort des neuen Marktzentrums ist bei Anwohnern rund um das Vier Linden nicht unumstritten. Als die Planungen bekannt wurden, sprachen Kritiker von einem „Schlag gegen die Naherholung“. Seinerzeit hatten etliche Kleingärtner ihre Parzellen aufgeben müssen. Die Gegner argumentierten auch, dass im nahe gelegenen Ochterum bereits alle Einkaufsmöglichkeiten vorhanden seien – allerdings nicht zu Fuß, sondern mit dem Bus erreichbar.