Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Sperrung bis Jahresende: Am Bahnhof wird’s eng

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 11.09.2018.

Hildesheim - Bis Ende des Jahres müssen Autofahrer und Fußgänger mit Wartezeiten auf ihrem Weg zum Hildesheimer Bahnhof rechnen. Wie die Energieversorgung Hildesheim (EVI) meldet, will sie dort Leitungen verlegen, um die zwei Hotels und das Ärztehaus an ihr Versorgungsnetz anzuschließen.

Bereits am vergangenen Montag sind die Bagger in der Hezilostraße angerollt. Laut EVI werden dort zunächst im Bereich des Gehwegs Leitungen verlegt.

Ab dem kommenden Montag, 17. September, wird die Straße dann vollständig gesperrt. Die EVI plant, das Verlegen der Leitungen bis Ende Oktober zu beenden. Allerdings ändert das laut EVI nichts an der Vollsperrung.

200 Meter Fernwärmeleitungen

Denn nach den Arbeiten in der Hezilostraße sollen die Baumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz bis zur Ecke Bernwardstraße fortgesetzt werden. Hintergrund ist die Verlegung von Niederspannungs- und Fernwärmeleitungen für die zwei Hotels und das Ärztehaus. Diese Arbeiten schließen den Umbau vorhandener Gebäude mit ein.

Die EVI bringt dort 200 Meter Fernwärmeleitungen in den Boden und schließt die Gebäude damit an ihr Fernwärmenetz an, so dass diese mit der BioWärme des Unternehmens versorgt werden können. „Die Bio-Wärme bietet eine wichtige Perspektive, um die klimapolitischen Ziele für die nächsten Jahrzehnte zu erfüllen“, sagt Katrin Groß, Pressesprecherin der EVI.

Das Holzhackschnitzelheizkraftwerk in Hildesheim produziert zentral Wärme und Strom und speist diese Energie in das Fernwärme- und Stromnetz ein. „Der dazu benötigte Energieträger Holz ist regional verfügbar und wächst ständig nach“, erklärt Groß, „und zudem entsteht bei der Verbrennung von Holz grundsätzlich nur so viel Kohlenstoffdioxid, wie beim Wachstum der Bäume aufgenommen wurde.“

Auch der Hildesheimer Bahnhof ist bereits an das Fernwärmenetz des Unternehmens angeschlossen.

Verkehr und Parken eingeschränkt

Im Laufe der Bauarbeiten wird es voraussichtlich zu Einschränkungen des Verkehrs und des Parkens im Bereich rund um den Bahnhof kommen: Die Zufahrt zum Bahnhof wird teilweise einspurig, mit Zeitverzögerungen müsse gerechnet werden. Die Fahrradständer am Bahnhof sollen von den Arbeiten aber nicht betroffen sein. „Wir bemühen uns natürlich, möglichst wenig Behinderung zu verursachen und schnell voranzukommen“, sagt Groß. Die Busse sollen aber immer fahren.

„Besser wäre es trotzdem, etwas mehr Zeit in Richtung Bahnhof einzuplanen“, rät Groß.