Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Arne Haasper ist der neue Ortspolizist in Diekholzen

Veröffentlicht von Alexander Raths am 12.02.2018.

Diekholzen - Die Menschen in Diekholzen, Söhre, Egenstedt und Barienrode werden sich an ein neues Gesicht gewöhnen müssen. Denn bei der Polizei gibt es einen Wechsel. Arne Haasper (47) folgt als Ortspolizist auf Holger Schmidt (57), der im Beustertal nahezu 15 Jahre lang gearbeitet hat.

Ob Diebstähle, Streitereien am Nachbarszaun – aber auch Verkehrsunterricht und Aufklärung über die Maschen von Betrügern auf dem Lande: All das gehört zu den Aufgaben des Dorfsheriffs. Diesen Ausdruck gebraucht auch Haasper, wenn er seine Arbeit beschreibt. Er will Ansprechpartner sein, „nah dran am Bürger“, sagt der zweifache Familienvater, der in seiner Freizeit den Kochlöffel schwingt. Seine Speisekarte? „Quer durch den Garten.“

Als „Stationer“ über die Dörfer

Rund 20 Stunden pro Woche ist er als Ortspolizist in den vier Dörfern unterwegs oder hält sich als „Stationer“ im Polizeibüro an der Alfelder Straße in Diekholzen bereit. Die andere Hälfte seines Dienstes leistet er im Fachkommissariat 6 in Hildesheim, das sich mit Jugendkriminalität beschäftigt.

Haasper ist ein Polizist durch und durch. Diese Aufgabe ist ihm auf den Leib geschneidert. „Der Opa und zwei Onkel waren ebenfalls bei der Polizei. Die hat mich von Kindesbeinen an begleitet“, blickt der gebürtige Alfelder zurück. Und seit 27 Jahren ist er nun schon Schutzmann.

Noch deutlich mehr Dienstjahre hat Vorgänger Schmidt auf dem Buckel, mehr als 40 sind es jetzt. „Ich war irgendwie mit dem Job als Ortspolizist verheiratet“, sagt der kräftige Hildesheimer mit dem Bürstenhaarschnitt. Der verabschiedete sich am Montag von Bürgermeisterin Birgit Dieckhoff-Hübinger.

Die Bürger in der Gemeinde hat er immer gern unterstützt. Hat geholfen, Konflikte beizulegen. Und besonders der Kontakt mit den Kindern machte im Spaß, erzählt der Mann. „Die riefen immer: ,Herr Schmidt, Herr Schmidt!’ wenn ich in die Schule kam. auch darum gehe ich mit Wehmut“, bekennt der 57-Jährige. Eine schwere Schulterverletzung zwingt ihn, kürzer zu treten – und Innendienst in Hildesheim zu machen. „Ich will den Nahkampf vermeiden“, sagt der Mann mit einem Lächeln. Wohlwissend, dass auch Nachfolger Haasper in der Gemeinde keinen kriminellen Brennpunkt vorfindet. Die Brandserie in Diekholzen vor einigen Jahren war eine Ausnahme. „Das Thema hat die Menschen belastet.“

Schmidt blickt zufrieden auf all die Jahre zurück. Zwar schlug ihm anfangs ein wenig Zurückhaltung entgegen, doch dies gab sich. Ähnliches dürfte Haasper erleben, der sich in den Dörfern, den Schulen oder auch bei den Vereinen in der Gemeine nach und nach vorstellt.

„Nicht auf den Mund gefallen“

Was ihn befähigt, Ortspolizist zu sein? „Man sollte nicht auf den Mund gefallen sein. Und man darf sich nicht scheuen, allein als Beamter unterwegs zu sein.“ Aber diese Aufgabe liegt ihm. Hat er doch auch schon reichlich Erfahrung gesammelt. Der Nordstemmer hofft nun auf einen regen Kontakt mit den Bürgern. Er setzt darauf, dass sie ihm gute Tipps geben. Wenn aber ein falscher Handwerker oder ein Schwindler vor der Haustür erscheint, sollte man die 110 wählen, damit die Beamten sofort eingreifen können, rät die Polizei. Es ist die Kleinkriminalität, das gestohlene Rad oder Langfinger im Supermarkt, die Haasper beschäftigen wird. Überfälle oder schwere Körperverletzung – damit sind die Kollegen in Hildesheim befasst. Und an der Beuster geht es ja sowieso etwas ruhiger zu.