Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Auf dem Markt gibt es wieder Wurst

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 11.01.2019.

Sarstedt - Sehnlichst wurde er vermisst: der Wurstimbiss auf dem Sarstedter Wochenmarkt. Das ist am Freitagmittag in der Fußgängerzone zu merken. Markus Schmidt und seine Kollegin Evelyn Thiemig-Reichert haben einiges zu tun. Seit vier Wochen verbreitet der neue Imbisswagen freitags einen Duft nach Grillhähnchen und Pommes. Viele Kunden ziehen mit mehreren eingewickelten Speisen ab: Bratcurry, Schaschlik, Thüringer Bratwurst, Chicken Nuggets, Backschinkenbrötchen und Burger sind beliebte Mahlzeiten für die Mittagspause. Der Imbiss hat außerdem frisch gekochte Eintöpfe in seinem Angebot – oft auch vegetarische.

Markus Schmidt fühlt sich in Sarstedt wohl: „Ein gemütliches Stadtbild“, sagt der Mann von Imbiss-Inhaberin Hannelore Schmidt. „Die Leute sind entspannter als in Braunschweig und Hannover, man kommt leichter ins Gespräch“. Auf Märkten in den beiden größeren Nachbarstädten ist das Ehepaar Schmidt schon seit vielen Jahren unterwegs.

Gerichte werden ausgetauscht

Ihr Arbeitsschwerpunkt ist jedoch ein anderer: In Hämelerwald betreiben sie den Imbissbetrieb Schmidt – schon seit dem Jahr 1991. Bisher haben Markus und Hannelore jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag Festgemeinschaften beköstigt – unter anderem mit griechischem, italienischem und bayerischem Essen. „Das ist für uns zu viel geworden“, sagt Markus Schmidt. Partys stehen deshalb in Zukunft nur noch an Samstagen und Sonntagen auf dem Programm.

Ein Glück für die Sarstedter: Denn durch die neu gewonnene Zeit kann der Imbiss auf dem Wochenmarkt seine Waren anbieten. Die sollen abhängig von der Jahreszeit wechseln: „Wir wollen nicht immer beim Gleichen bleiben“, sagt Schmidt. Manchmal stehen ihm zufolge auch Kartoffelpuffer, Grünkohl oder Sauerfleisch mit Bratkartoffeln auf dem Speiseplan.

„Ein aufgeschlossenes Publikum“

Über einen Kollegen hat Schmidt erfahren, dass in Sarstedt ein Grillwagen fehlt. „Er meinte, dass es hier ein aufgeschlossenes Publikum gibt“, sagt Schmidt. Und so hat er sich gemeinsam mit seiner Frau für den neuen Standort entschieden.

Bereut hat er das noch nicht, auch wenn bisher nicht jeden Freitag so viel los war wie in dieser Woche. „Es ist ausbaufähig – bis jetzt war es noch sehr ruhig“, sagt Schmidt. Seine Markttage in Sarstedt seien aber auch sehr verregnet gewesen. Schmidt hofft auf ein wachsendes Publikum. Dann kann er sich vorstellen, noch lange mit seinem Stand die Besucher des Wochenmarktes zu beköstigen. „Man muss die Entwicklung abwarten. Eigentlich möchte ich gerne bleiben.“

Das Aus im Sommer

Schon im Juli vergangenen Jahres hat sich Imbissbetreiber Thomas Key aus der Steinstraße verabschiedet. 16 Jahre lang verkaufte er vorher auf dem Sarstedter Wochenmarkt Fleischiges vom Grill. Dann ist ihm die Arbeit zu viel geworden. Sein Imbisswagen war freitags gleich auf zwei Wochenmärkten im Einsatz: in Springe und in Sarstedt.