Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Auto bei Rössing von Zug erfasst

Veröffentlicht von Sebastian Knoppik am 07.09.2018.

Rössing - Ein Auto ist am Freitagnachmittag zwischen Rössing und Heyersum an einem Bahnübergang von einem Zug erfasst worden. Der Wagen wurde total zerstört, die 47-jährige Fahrerin laut Polizei nur leicht verletzt. Die 220 Passagiere im Zug blieben weitgehend unverletzt. Eine 27-Jährige erlitt allerdings einen Schock.

Bei dem Bahnübergang in der Straße Lange Wanne zwischen Rössing und Heyersum handelt es sich um eine sogenannte Rufschranke. Sie wird nur auf Anforderung geöffnet. Der Übergang befindet sich vor einem einzeln stehenden Haus.

Die 47-Jährige betätigte am Freitag gegen kurz vor 16 Uhr den Rufschalter und die Schranke wurde daraufhin geöffnet. Doch die Strecke war nicht frei. Ein Erixx fuhr mit etwa 100 bis 120 Stundenkilometern an der Stelle vorbei und erfasste den Ford Fiesta der 47-Jährigen. Dass die Frau bei dem Unfall lediglich leicht verletzt wurde, liegt offenbar auch daran, dass sie sich beim Befahren des Übergangs langsam vorgetastet hatte. „Wenn sie normal schnell losgefahren wäre, hätte sie es nicht geschafft“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend.

Bundespolizei ermittelt

Der Zug wurde nach dem Unfall evakuiert. Dabei halfen Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr aus Rössing. Die Fahrgäste wurden anschließend mit Bussen nach Sarstedt gebracht. Die Strecke war über Stunden wegen der Ermittlungen und der Bergung des Zuges gesperrt. Zwischen Hildesheim und Sarstedt wurde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Unklar war Freitagabend noch, wie hoch der Schaden ist. Der Ford Fiesta wurde komplett zerstört. Aber auch der Zug wurde beschädigt. Außerdem könnte es durch den Zusammenprall Schäden am Gleisbett gegeben haben, berichtete ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover. „Da kann ein beträchtlicher Schaden entstanden sein.“ Ebenso ungeklärt war die Frage, warum die Schranke geöffnet wurde, obwohl die Strecke nicht frei war. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte der Bundespolizei-Sprecher dazu.