Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Bald mehr Licht für Segeste?

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 02.04.2019.

Zusätzliche Lampen: Kosten für Anwohner

Almstedt/Segeste. Bekommen die Segester in der Straße „Im Dorfe“ zusätzliche Straßenlampen? Anwohner waren mit der Bitte an den Ortsrat herangetreten, der das Thema während der jüngsten Sitzung in Almstedt aufnahm.

Das Haus einer Familie liegt außerhalb des Dorfes, der Weg dorthin ist sehr dunkel. „Um den Abschnitt vernünftig auszuleuchten, wären mindestens drei bis vier Straßenlampen notwendig“, sagte Ortsbürgermeister Torsten Uhde. Da bisher noch keine Stromanbindung für die Laternen vorhanden sei, kämen auch die Kosten dafür noch drauf. Insgesamt rechnet Uhde mit 18 000 bis 20 000 Euro. Allerdings: Da Straßenbeleuchtung beitragspflichtig ist, müssten auch die Anwohner mit zur Kasse gebeten werden – je nachdem, ob es sich dabei um eine Erschließungsmaßnahme handelt, sogar mit 90 Prozent. Das müsste in jedem Fall fachanwaltlich vorab geklärt werden, sagt der Sibbesser Bauamtsleiter Stefan Kentzler auf Anfrage. Das könnte dann auch bedeuten, dass sämtliche Anwohner der Straße „Im Dorfe“ daran beteiligt würden. Denkbar sei aber auch die Einteilung in Abschnitte.

Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens sei die Maßnahme unverhältnismäßig, entgegnet Ratsmitglied Eckhard Piel, selbst Anlieger der Straße. „Wir sollten alle Anwohner vorher über die mögliche Kostenbeteiligung informieren und befragen“, schlug Dennis Pörschke vor. Den Vorschlag griff der Ortsbürgermeister auf. Wenn die Problematik fachanwaltlich geklärt sei und die Kosten, die auf die Anwohner zukämen, feststünden, will der Ortrat eine schriftliche Befragung durchführen. Nach dem Ergebnis könnte dann ein entsprechender Antrag bei der Gemeinde, die für die Straßenbeleuchtung zuständig ist, gestellt werden.

Auch die Erschließung des vierten Abschnittes des Almstedter Baugebietes „Am Sonnenberg“ will der Ortsrat bei der Gemeinde beantragen. Es sei nicht Sinn der Sache, dass junge Menschen aus Almstedt wegzögen, weil sie keinen Bauplatz im Dorf bekommen, begründete Uhde den Vorstoß. Im vierten Bauabschnitt sind insgesamt zwölf Grundstücke eingeplant. Aber auch die Erschließung eines Teilbereiches sei denkbar, sagt Kentzler. Die Grundstücke müsste die Gemeinde aber vorher kaufen. Zurzeit stehen allerdings auch noch jeweils ein Bauplatz im zweiten und dritten Bauabschnitt zur Verfügung.