Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Bavenstedt siegt mit zehn gegen zehn

Veröffentlicht von Andreas Kreth am 08.09.2018.

Bavenstedt - Fußball-Landesligist SV Bavenstedt hat es sich am Sonnabend im Heimspiel gegen Schlusslicht SV B-E Steimbke einmal mehr selber schwer gemacht. Am Ende der Partie, die beide Seiten mit jeweils zehn Spielern beendeten, feierte das Team von Björn Zimmermann einen 3:2 (1:1)-Sieg. „Glückwunsch zu den drei Punkten“, sagte der Cheftrainer im Mannschaftskreis, „aber wir brauchen defensiv mehr Stabilität. Die Gegentore waren zu einfach.“ Sein Team blieb Tabellendritter, kann aber am Sonntag von Bückeburg noch verdrängt werden.

Vor 250 Zuschauern in der Holldorb-Arena hatten die Gastgeber den besseren Start erwischt, obwohl der Vorjahressechste Steimbke forsch loslegte und sich auch insgesamt gut präsentierte. Justin Sandtvos knallte einen Latten-Abpraller von Lennart Fiech zur 1:0-Führung ins Tor (5.).

Allerdings bugsierte Arnold Schröder den Ball nur fünf Minuten später nach einer Ecke zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Dabei sah SVB-Keeper Bastian Fielsch nicht gut aus, was er aber im weiteren Spielverlauf mehrfach wieder gut machte. Chancen auf die neuerliche Führung ließen bis zur Pause Brian Bruno Behrens (dreimal) und Bastian Hattendorf liegen. Fielsch verhinderte im Eins-gegen-Eins ein 1:2 von Faruk Barbaros (40.).

„Der Trainer hat in der Kabine eine gute Ansprache gehalten“, verriet Mittelstürmer Behrens später. Trotzdem wirkten die Bavenstedter zunächst, als hätte jemand den Stecker gezogen. „Männer kommt, das ist zu wenig“, brüllte daher Außenverteidiger Marcel Schrader nach einer Stunde über den Platz. Nur eine Minute später flankte er höchstpersönlich aus dem Halbfeld vor den Kasten, wo Behrens trotz Manndeckung durch Mirko Theiss am höchsten stieg und zum 2:1 einköpfte (61.). „Das war der Brustlöser“, sagte der Stürmer nach Spielschluss.

Denn fortan setzten nur noch die Bavenstedter die Akzente, ließen den Steimbkern allerdings immer wieder Räume für Konter. Für ein Foul an Marcel Czauderna sah Arnold Schneider, der schon Gelb hatte, die Gelb-Rote Karte (70.). Während Czauderna behandelt wurde, wechselte Zimmermann doppelt. Doch Mittelfeldmann Czauderna konnte nicht mehr weiter machen (vermutlich Zerrung). So musste die Heimelf zum dritten und letzten Mal auswechseln (72.), was beinahe zum Verhängnis geworden wäre.

Mit einem satten Rechtsschuss erhöhte Behrens auf 3:1 (77.). Sofort danach sackte er aber auf den Rasen, hielt sich den rechten Oberschenkel. „Vielleicht eine Zerrung, habe ich schon beim Anlauf zum Torschuss gemerkt“, meinte der 23-Jährige. Er wollte angesichts des erschöpften Wechselkontingents weiter machen, humpelte aber in der 80. Minute vom Feld. So standen sich in der Schlussphase nur noch jeweils zehn Mann gegenüber.

Die Bavenstedter spielten die restliche Zeit eigentlich klug runter. Der eingewechselte Kevin Bodmann ließ noch drei gute Torchancen liegen. Das bestrafte Jan Rieckhof noch mit dem 3:2 (90.+4). Auch wenn es nicht mehr spielentscheidend war, grantelte Trainer Zimmermann dennoch im Mannschaftskreis: „Zu dem Zeitpunkt noch auf Abseits zu spielen, ist nicht gut. Wir müssen lernen, als Mannschaft besser zu verteidigen. Trotzdem bin ich stolz auf euch, ihr habt auch viele Sachen gut gemacht.“