Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Buddeln für mehr Oelber

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 11.06.2019.

Oelber - Bereits kurz nach Beginn der Erschließungsarbeiten zeichnet sich für das neue Baugebiet „Wachtekamp“ in Oelber ein großes Interesse ab. „Es gibt bereits mehrere Reservierungen“, berichtete Geschäftsstellen-Leiterin Manuela Schneider von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) in Braunschweig am Dienstag beim symbolischen ersten Spatenstich für das Projekt.

Auf dem vier Hektar großen Areal entstehen 56 Bauplätze mit einer Größe von 600 bis 850 Quadratmetern. Für die NLG ist die Erschließung und Vermarktung eines Baugebietes in der Samtgemeinde Baddeckenstedt zugleich eine Premiere. „Bislang waren wir hier noch nicht tätig“, berichtet die Ge-schäftsstellen-Leiterin.

Glasfaserkabel kommen

Ungeachtet des symbolischen Aktes wird auf der Fläche im Norden des Ortes schon ordentlich gebuddelt. Derzeit errichtet die Baufirma ein Rückhaltebecken. Dazu kommen jeweils 1000 Meter Schmutz- und Regenwasserkanal. Sowohl die Telekom als auch der Telekommunikationsanbieter htp wollen im „Wachtekamp“ Glasfaserkabel verlegen.

„Die Gemeinde reagiert mit diesem Baugebiet auf die zahlreichen Nachfragen von Bauwilligen“, erklärte Marc Werner, Bürgermeister der Gemeinde Baddeckenstedt, zu der auch Oelber gehört. Der Ort wird durch die neue Siedlung merklich größer. Doch wie Werner erinnerte, wurde das letzte Baugebiet in Oelber vor 30 Jahren ausgewiesen – das Areal „Graseweg III“.

125 bis 145 Euro

„Der Flächennutzungsplan sieht den Wachtekamp bereits seit 30 Jahren als Baufläche vor“, erläutert der Bürgermeister. Wichtige Vorarbeiten hätten insbesondere der frühere Samtgemeindebürgermeister Jens Range und der frühere Gemeindebürgermeister Henning König erledigt, hieß es beim Ortstermin zum Auftakt der Erschließungsarbeiten. Neben einer Einzelbebauung sind dort auch Doppelhäuser möglich.

„Eine Überlegung war es, auch Mietwohnungen zu schaffen. Doch seitens der Bauträger gab es aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation kein Interesse“, sagte dazu Samtgemeindebürgermeister Klaus Kubitschke. Die Häuser hätten dann mindestens dreigeschossig ausfallen müssen. Der Verwaltungschef betonte, dass eine „optimale Kinderbetreuung“ vor Ort sichergestellt ist.

Die Preise je Quadratmeter liegen abhängig von der Lage zwischen 125 und 145 Euro. Im Frühjahr 2020 sollen die ersten Häuser gebaut werden können.