Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Das sollen die Bauplätze am Großen Kamp kosten

Veröffentlicht von Rainer Breda am 10.09.2018.

Neuhof/Hildesheim - Wer in der neuen Siedlung Großer Kamp bauen will, soll für einen Bauplatz je nach Lage zwischen 185 Euro und bis zu 265 Euro pro Quadratmeter an die Stadt zahlen. Das geht aus der Vorlage der Verwaltung für die Sitzung des Finanzausschusses am Dienstag hervor. Das wäre im Schnitt etwa doppelt so teuer wie die Bodenrichtwerte für die benachbarten Wohngebiete. Ob die Politiker den Vorstellungen folgen wollen, erfährt die Öffentlichkeit zunächst nicht: Der Ausschuss behandelt das Thema vertraulich.

Im Neuhofer Ortsrat hatte sich die Verwaltung am vergangenen Montag noch zugeknöpft gegeben. Zwar präsentierte das Rathaus seinen Vorschlag, nach welchen Kriterien es die Grundstücke vergeben möchte – und erlitt damit, zumindest in Teilen, wie berichtet Schiffbruch.

Vorschlag: Staffelung nach fünf Zonen

Doch auf die Frage nach den Preisen winkten die Verwaltungsvertreter ab. Was insofern erstaunlich ist, als dass der Liegenschaftsbereich eigentlich schon wusste, wohin die Reise gehen soll. Zumindest trägt die Vorlage, die am Dienstag hinter verschlossenen Türen im Finanzausschuss auf den Tisch kommt, das Datum vom 28. August – was bedeutet, dass sie knapp eine Woche zuvor fertig war.

Die Verwaltung schlägt in dem Papier eine Staffelung der Grundstückspreise in fünf Zonen vor. So sollen sechs Flächen, die gleich vorne an der Zufahrt an der Robert-Bosch-Straße liegen, für 185 Euro pro Quadratmeter zu haben sein. Dabei seien die Nähe zu den Wertstoffcontainern und zur Straße sowie die daraus möglichen Beeinträchtigungen berücksichtigt. Die fünf teuersten Bauplätze liegen am westlichen Rand der Gebietes, für sie will die Stadt 265 Euro je Quadratmeter verlangen. Dazwischen liegen drei weitere Preiskategorien: zwei Grundstücke sollen 195 Euro pro Quadratmeter kosten (wobei für beide noch weitere spezielle Ausgaben dazu kommen), 16 Grundstücke je 220 Euro pro Quadratmeter sowie fünf Grundstücke 250 Euro pro Quadratmeter.

Das letzte Wort über die Preise hat nach dem bisherigen Zeitplan am 24. September der Stadt. Der Ortsrat soll nach Informationen der HAZ Dienstag im sogenannten Umlageverfahren Stellung nehmen – also ohne Sitzung.