Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Der JFV Süd stellt sich neu auf

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 09.04.2019.

In der Führung des Fußballfördervereins wird sportlicher und administrativer Bereich getrennt

Von Achim Neubert

Sehlem. Zwei Monate lang haben die Verantwortlichen des Jugendfördervereins (JFV) Süd 2014 geplant und diskutiert. Am Sonntag hat Vorsitzender Uwe Reinsch auf einer Versammlung in der Sehlemer August-Probst-Halle das Konzept zur Zukunft des JFV vorgestellt.

Rund 100 Spieler, Trainer, Eltern und Vereinsvertreter waren gekommen, um sich anzuhören, wie die größte Spielgemeinschaft im Kreis Hildesheim die nächsten Jahre angehen will. „Wir haben zurzeit 17 Mannschaften mit fast 300 Spielern, das gibt es im Kreis kein zweites Mal“, sagte Reinsch – und das, obwohl es zur Gründung des JFV vor fünf Jahren „keinerlei Unterstützung des NFV“ gegeben habe.

Wichtigste Neuerung für die Mitglieder des JFV, dem neun Vereine angehören, ist die Einsetzung eines Sportvorstands mit Mathias Knackstedt als Sportlichem Leiter. Der ehemalige Aktive des MTV Almstedt will regelmäßige Treffen anbieten, um sich mit Spielern, Trainern, aber auch den Eltern auszutauschen und eine neue Aufbruchstimmung erzeugen. „Wir müssen über alles informieren, was wir anzubieten haben. Und wir müssen unsere Außendarstellung verbessern. Nur so können wir Anreize schaffen, dass mehr Kinder und Jugendliche Interesse am Fußball finden und zu uns kommen“, erklärte der 51-Jährige. Unterstützt wird Knackstedt künftig von drei Koordinatoren. Reik Lehmann ist zuständig für die jüngeren Jahrgänge, Markus Rasche ist Ansprechpartner für die mittlere Altersgruppe, und Andreas Kühn soll sich um die älteren Kicker kümmern. „Wir wollen nicht nur für den Sport ausbilden“, kündigte Knackstedt an, „sondern auch die Gesamtpersönlichkeit des Menschen fördern. Dazu gehören Teamgeist, Toleranz und Durchsetzungsvermögen.“ Durch die Trennung des sportlichen vom administrativen Bereiches soll mittelfristig die Arbeit in den einzelnen Mannschaften intensiviert werden. Dadurch steige auch die Motivation und damit die Chance auf Erfolge, so Knackstedt weiter.

Die gibt es aber auch jetzt schon, wie die Hallen-Staffelmeisterschaften der U 10 I und II, U 11 (Mädchen), U 13 I und III, U 15, U 16 und die Futsal-Kreismeisterschaft der von Stefan Grüne und Jens Wenzel trainierten U 14 beweisen.