Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Ritter kommen fürs Mittelalter-Spektakel zum Hohnsensee

Veröffentlicht von Rainer Breda am 11.09.2019.

Hildesheim - Sie hatten nicht viel Zeit. Schließlich konnten die Verantwortlichen der Vereinten Banner erst im Februar mit den Planungen so richtig loslegen – weil erst dann klar war, dass der kleine Hildesheimer Verein wirklich als Organisator für das alljährliche Mittelalterspektakel am Hohnsensee in die Bresche springt.

Doch Banner-Vorsitzender Hauke Bensch, seine Schwester Wiebke (die Schriftführerin ist) und ihre Mitstreiter haben es geschafft. Und so verwandelt sich das Ufer des Hohnsensees am übernächsten Wochenende, von Freitag, 20., bis Sonntag, 22. September, wieder in eine Mittelalterwelt.

30 Heerlager bauen ihre Zelte auf

Dazu tragen allein rund 30 „Heerlager“ bei, deren Zelte sich fast über das gesamte Jo-Bad-Gelände ziehen. Insgesamt werden damit 250 Menschen am See übernachten, dort kochen und essen. Etwa ein Dutzend Gastronomen bietet beim „Hildesheimer Seespektakel“, wie die Drei-Tage-Sause offiziell heißt, ihre Produkte an – darunter Met, Backwaren und Flammkuchen. Außerdem buhlen rund 30 Händler, Handwerker und Künstler um die Gunst des Publikums. Dabei sind unter anderem ein Fellhändler sowie Anbieter von Trinkhörnern und Leder-, Holz- und Töpferwaren. Kinder können sich in einer Rüstkammer mit Holzschwertern und Bögen eindecken – gegen Bares natürlich. Der Eintritt für den Nachwuchs ist dagegen frei: Alle Mädchen und Jungen unter 16 kommen kostenlos auf das Gelände. Wer älter ist, zahlt für das Tagesticket 10 Euro (Vorverkauf 8 Euro), das Wochenendticket (für alle drei Tage) kostet 20 Euro (15 Euro).

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Das Programm beginnt am Freitag, 20. September, um 18.30 Uhr mit einer „frühmittelalterlichen Handwerksvorführung“, ab 19.30 Uhr spielt die Musikgruppe „Waldträne“ auf – eine von vier insgesamt vier Mittelalter-Bands, die bei dem Seespektakel zu hören sind. Zu denen gehört auch die Hildesheimer Formation „Nathanael“: Für sie ist es nach Angaben von Bensch der erste größere Auftritt. Die Konzerte steigen sowohl in der „Arena“ am Nordufer des Sees, in der auch der Schwertkampf stattfindet, als auch auf der Hauptbühne, die auf dem Jo-Beach steht – und zwar mit dem Rücken zum Weinberg, aus Rücksicht auf die Anwohner. Deshalb endet das Programm am Freitag und Sonnabend jeweils um 22, am Sonntag ist um 18 Uhr Schluss.

Schwimmsaison im Jo-Bad endet am 15. September

Dem Badebetrieb kommt das Spektakel nicht in die Queere: Das Jo-Bad ist am Sonntag, 15. September, zum letzten Mal geöffnet, die Schwimmsaison klingt dann um 20 Uhr aus.