Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Eintracht gewinnt auch das dritte Derby

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 09.09.2018.

Hildesheim. Nach einem Stotterstart ist Drittligist Eintracht Hildesheim am Sonntag gegen Handball Hannover-Burgwedel erst am Ende der ersten Hälfte richtig in Tritt gekommen und hat das Derby dann doch noch souverän mit 34:26 gewonnen. Dabei lagen die Gastgeber vor 1502 Zuschauern in der Volksbank-Arena zwischenzeitlich schon mit vier Toren zurück.

Matchwinner waren diesmal Linkshänder Maurice Lungela und Torwart Paul Twarz. Twarz wurde bereits nach zehn Minuten für den glücklosen Jakub Lefan eingewechselt. Und Lungela kam trotz einiger Fehler zu Beginn der Partie später richtig in Fahrt. Er war mit 14 Toren bester Werfer der Eintracht.

"Nach unserem schwachen Beginn haben wir in der zweiten Hälfte vieles richtig gemacht. Besonders der Übergang von Rückraum links zu Rückraum rechts lief wie am Schnürchen", sagte Eintrachts Trainer Gerald Oberbeck. In der Tat: Es war viel Bewegung drin in der Offensive - nur eben in der Anfangsphase noch nicht.  

Da hatten die Hildesheimer außerdem große Probleme in der Deckung. Insbesondere mit Burgwedels 2,08-Meter-Riesen Nenad Bilbija. Der traf, wie er wollte. Die Gäste führten mit 2:4, 3:6, 5:9 und 7:10. Nach einem Zweikampf mit Eintrachts Maurice Herbold verletzte sich Bilbija am linken Knie und musste eine ganze Weile behandelt werden.

Der ehemalige Champions-League-Sieger kam später zurück auf die Platte, spielte aber nur noch sporadisch im Angriff und konnte nicht mehr an die Leistung von vor der Verletzung anknüpfen. "Wir haben hervorragend angefangen. Mit dem Ausfall von Nenad kam der Knacks", sagte Burgwedels Trainer Claas Wittenberg. "Am Ende hat Eintracht auch in dieser Höhe verdient gewonnen."

Die Einträchtler begannen fahrig und fabrizierten etliche leichte Ballverluste (unter anderem Lukas Schieb, Rene Gruszka und Julius Heil). Burgwedel nutzte diese Schwäche und legte durch Tore von Bilbija und Artjom Antonevitch vor.

Erst als der eingewechselte Twarz im Tor immer besser wurde, die Eintracht-Deckung den Gegner mehr und mehr in den Griff bekam, und Lungela zur Hochform auflief, wurde es langsam besser. Rückraummann Maurice Herbold sorgte dann mit zwei Treffern in Folge für die 16:15-Halbzeitführung. 

Nach dem Seitenwechsel legten die Hildesheimer früh den Grundstein zum Sieg. Lungela erhöhte durch seine Treffer Nummer neun, zehn und elf auf eine Drei-Tore-Führung (21:18; 38.) - danach spielte Eintracht den Gegner phasenweise an die Wand.