Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Eintracht oder Rostock – wer strauchelt zuerst?

Veröffentlicht von Ulrich Hempen am 14.03.2019.

Hildesheim - Welcher der beiden führenden Klubs gibt sich im Titel- und Aufstiegsrennen als erster die Blöße? Sowohl Spitzenreiter Empor Rostock, als auch Verfolger Eintracht Hildesheim haben in der 3. Handball-Liga Nord an diesem Wochenende schwere Gegner vor der Brust.

Die Einträchtler empfangen am Sonntag den Sechsten VfL Potsdam in der Volksbank-Arena (17 Uhr). Noch unangenehmer wird es für Tabellenführer Rostock. Das Team von Trainer Till Wiechers gastiert bereits am Samstag beim heimstarken Dritten TSV Altenholz. Die Altenholzer haben bislang erst ein Spiel in eigener Halle verloren – und das am Anfang der Saison.

Einbruch in Schwerin

„Wenn wir gegen Potsdam so auftreten wie zuletzt in der ersten Hälfte in Schwerin, mache ich mir keine Sorgen“, sagt Eintracht-Trainer Gerald Oberbeck. Bei den Stieren in Mecklenburg hatte die Hildesheimer Rumpftruppe am vergangenen Sonntag zur Halbzeit souverän mit 14:9 geführt. „Dann gab es aber diesen Einbruch, und das müssen wir gegen den VfL Potsdam vermeiden“, so Oberbeck weiter. In Schwerin ging es gut aus. Im Schlussspurt holte sich die Eintracht die Führung zurück und gewann am Ende mit 24:23.

Es wird in der Volksbank-Arena am Sonntag wohl ein echtes Comeback geben. Nach mehr als einem Jahr sitzt Kreisläufer Adam Papadopoulos wieder auf der Bank. Oberbeck: „Und ich denke, Adam bekommt seine Einsatzzeiten – wenn auch erstmal nur kurze.“

Lange war unklar, ob der Grieche aufgrund seiner Knieverletzung überhaupt wieder Handball spielen kann. Aber Papadopoulos biss sich durch. Trainer Oberbeck kommt es gelegen. Ihm steht bei den vielen Verletzten im Kader endlich wieder eine Alternative mehr zur Verfügung.

Eines zeichnet sich in der 3. Liga Nord immer deutlicher ab: Wollen die Einträchtler am Ende aufsteigen, müssen sie Rostock hinter sich lassen und auf jeden Fall Meister werden. Platz zwei dürfte für die Aufstiegsrelegation nicht reichen.

Empor Rostock macht ernst

Denn Empor macht ernst und peilt ebenfalls die 2. Bundesliga an. Den ersten Lizenzantrag haben die Ostsee-Städter Anfang März gestellt. Und den eigentlichen Antrag, bei dem die Rostocker auch ihre Wirtschaftsdaten einreichen, wollen sie Ende des Monats ebenfalls an die HBL schicken. Laut Presseberichten konnte Empor den Etat für die nächste Saison von 800 000 auf 1 000 000 Euro erhöhen.