Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Erinnerung an Fredens spezielle 68er

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 15.10.2018.

Bei der 950-Jahr-Feier wird auch auf ein historisches Ereignis vor 50 Jahren zurückgeblickt

Von Michael Vollmer

Freden. In Urkunden von Heinrich IV. ist im Jahr 1068 erstmals offiziell von der Ortschaft Freden zu lesen. Doch andere Hinweise lassen vermuten, dass in der Gegend bereits früher Menschen gelebt haben. „Es ist für mich nicht entscheidend, ob Freden tatsächlich schon älter ist. Viel mehr von Bedeutung ist es, dass das Ereignis und die Festlichkeiten der 900-Jahr-Feier 1968 von Bevölkerung, Vereinen, Industrie, Geschäftswelt, Rat und Verwaltung gemeinsam getragen wurde“, erklärte Festredner Volker Schulze gestern vor rund 200 Gästen in der Zehntscheune. Die Erinnerung an jenes Fest und der Blick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte standen gestern im Mittelpunkt.

In Urkunden von Heinrich IV. ist im Jahr 1068 erstmals offiziell von der Ortschaft Freden zu lesen. Doch andere Hinweise lassen vermuten, dass in der Gegend bereits früher Menschen gelebt haben. „Es ist für mich nicht entscheidend, ob Freden tatsächlich schon älter ist. Viel mehr von Bedeutung ist es, dass das Ereignis und die Festlichkeiten der 900-Jahr-Feier 1968 von Bevölkerung, Vereinen, Industrie, Geschäftswelt, Rat und Verwaltung gemeinsam getragen wurde“, erklärte Festredner Volker Schulze gestern vor rund 200 Gästen in der Zehntscheune. Die Erinnerung an jenes Fest und der Blick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte standen gestern im Mittelpunkt.

Tatsächlich hatte sich auch 1968 selbst Historisches ereignet, wie Schulze ins Gedächtnis rief: „Erstmals seit der Reformation in Freden im Jahr 1542 sangen und beteten damals evangelische und katholische Christen gemeinsam.

Dominik Rutha ging auch auf aktuelle Probleme wie die drohende Schließung des Freibades ein. „Es ist wichtig, Initiative zu zeigen. Damit lassen sich neue und schöne Dinge für die nächsten 50 Jahre schaffen“, betonte er. Ortsbürgermeister Rüdiger Paulat hieb in dieselbe Kerbe: „Wichtig ist es, dass der Ort Freden vorankommt. Dabei ist auch ehrenamtliche Unterstützung von großer Wichtigkeit.“, meinte der Ortsbürgermeister.

Pastorin Petra Horn und Hilko Gatz als Vertreter der katholischen Gemeinde gestalteten zum Auftakt der Feier in der Zehntscheune eine ökumenische Andacht. „950 Jahre sind ein Grund zur Freude und Dankbarkeit“, sagte die Theologin. Hilko Gatz stellte zum Thema der Andacht „Suchet der Stadt Bestes“ das Zusammenleben in den Mittelpunkt. „In Freden passiert unwahrscheinlich viel Gemeinsames“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Volker Senftleben in seinem Grußwort. Die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann wünschte dem Ort eine positive Entwicklung: „Davon leben wir alle. Die Bürger sollen sich wohlfühlen können. Dazu tragen viele Seiten bei, auch die Politik.“ Als Beispiel für den Erhalt der Strukturen nannte sie den Dorfladen oder die Freibad-Initiative.

Bürgermeister Wolfgang Heimann lobte die Bürger, die sich teils über Generationen für das Allgemeinwohl einsetzen. Die Menschen würden zum Beispiel die Überschaubarkeit der ländlichen Kommune schätzen oder auch die angenehmen Wohn- und Arbeitsbedin-gungen.

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Winzenburg umrahmte die Feier. Am Vorabend stand ein zünftiges Oktoberfest auf dem Programm.