Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Etat der Eintracht-Handballer sinkt um 30 Prozent

Veröffentlicht von Ulrich Hempen am 12.06.2018.

Hildesheim - Die Spieler sind gerade im Urlaub – dagegen sitzt Trainermanager Gerald Oberbeck über seinem Geschäftsplan für die Saison 2018/19. Er muss mit spitzem Bleistift rechnen. Neuzugänge hat der Chef des Handball-Drittligisten Eintracht Hildesheim noch nicht verpflichtet: „Wir wollen schon. Ob wir es uns leisten können, ist eine andere Frage.“

Eintracht hatte erst im Winter Radek Dolezel und Justus Heil geholt, damit das Team noch den Klassenerhalt in der 2. Liga schafft. Mit der Rettung ist es nichts geworden – aber Dolezel und Heil werden in Hildesheim und damit auch auf der Gehaltsliste bleiben.

Zurzeit laufen die Verhandlungen mit den Sponsoren der Eintracht und den bisherigen VIP-Karten-Inhabern. „Außerdem müssen wir schauen, wie viele Dauerkarten für die kommende Serie verkauft werden“, so Oberbeck. Bislang sei die Nachfrage gut.

Die Eintrittspreise werden in der 3. Liga herabgesetzt, dazu gibt es weniger Spiele als noch in Liga zwei. Dies alles wirkt sich auf die zu erwartenden Einnahmen aus. Der Etat dürfte laut Oberbeck um rund 30 Prozent geringer ausfallen als in der Spielzeit 2017/18.

Drei Langzeitverletzte

Eigentlich müsste Eintracht auf dem Transfermarkt tätig werden – insbesondere, was die Deckung angeht. Kreisläufer Chris Meiser hat einen Kreuzbandriss erlitten. Wenn alles gut geht, kann er Anfang nächsten Jahres wieder auflaufen. Schlimmer noch als Meiser ist der etatmäßige Abwehrchef Adam Papadopoulos dran. Er hat einen Knorpelschaden im Knie. „Laut Diagnosen und Prognosen von fünf Ärzten wird Adam vor 2019 nicht mehr fit. Vielleicht muss er auch operiert werden“, sagt Oberbeck. Es könnte noch dicker kommen für die Griechen. Möglicherweise dürfe Papadopoulos überhaupt kein Handball mehr spielen. Obendrein fällt auch Spielmacher Robin John neun Monate lang aus.

Weiter rechnen

Oberbeck wird also weiter mit spitzem Bleistift am Etat für die kommende Saison herumrechnen. Und er hofft, dass am Ende doch noch der eine oder andere Transfer möglich ist.