Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Fahrer hat mehr als zwei Promille

Veröffentlicht von Renate Klink am 15.04.2019.

Kreis Hildesheim - Erneut hat die Polizei in der Nacht zu Montag Lastwagenfahrer auf der A 7 kontrolliert, ob sie Alkohol getrunken hatten. Das Ergebnis ist erschreckend: Jeder sechste Fahrer lenkte seinen Brummi unter Einfluss von Alkohol.

Insgesamt kontrollierten die Beamten 240 Lastwagenfahrer auf den Parkplätzen Hildesheimer Börde, Göttingen, den Autohöfen und weiteren Parkplätzen, davon hatten 35 Alkohol konsumiert. Den höchsten Wert maßen die Beamten bei einem deutschen Fahrer: 2,28 Promille. Bei zwei Männern lag der Promillewert deutlich über 1,1 Promille. Die restlichen kontrollierten Berufskraftfahrer wiesen einen Wert unter 1,1 Promille auf.

Die Fahrer mussen pusten.

Die Beamten prüften bei der Kontrolle auch, ob die Fahrer eventuell auch Drogen genommen hatten. Bei einem Fahrer reagierte der Drogentest positiv auf Amphetaminen und Cannabis. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen.

Die Polizei verbot insgesamt 16 Fahrern die Weiterfahrt. Sie mussten eine längere Zwangspause einlegen, bis der Alkohol im Körper abgebaut war.

Freizeit in Raststätten

Die Beamten haben sich bei den Kontrollen gezielt auf die Nacht von Sonntag auf Montag konzentriert. Um 22 Uhr endet das Feiertagsfahrverbot für Lastwagen. Bis dahin verbringen viele Fahrer den Sonntag auf Raststätten, „Bis zur Fortsetzung der Fahrt nehmen sie zum Teil nicht unerhebliche Mengen an alkoholischen Getränken zu sich“, verdeutlicht Polizeisprecher Ortwin Hallwaß von der Polizeidirektion Göttingen.

Insgesamt hat die Polizei zwischen 10. März und 15. April entlang der Autobahn 1392 Lastwagenfahrer kontrolliert. Den traurigen Spitzenplatz nahm in diesem Zeitraum ein Fahrer mit 3,02 Promille ein. Ihn hinderten die Beamten mit einer Parkkralle an der Weiterfahrt.

Der Beamte legt eine Parkkralle an.

„Wir setzen die Abfahrtskontrollen weiter fort. Das ist die logische Konsequenz der bisherigen Ergebnisse“, sagt Polizeipräsident Uwe Lührig angesichts der aktuellen Zahlen. Ziel sei es, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern. Die bisherigen Ergebnisse nennt Lührig erschreckend.