Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Flugzeug stürzt aus zehn Metern Höhe aufs Feld

Veröffentlicht von Andrea Hempen am 19.04.2019.

Rössing - Bei dem Versuch, eine Notlandung zu simulieren ist am Karfreitag gegen 11.30 Uhr ein Flugzeug aus zehn Metern Höhe auf einen Acker bei Rössing gestürzt. Die beiden Insassen des Ultraleichtflugzeuges blieben unverletzt, die Maschine ist wirtschaftlicher Totalschaden.

40 Feuerwehrleute im Einsatz

Die C 42 des Herstellers Comco liegt leicht zur Seite geneigt auf dem Acker. Die Schnauze des Fliegers ist zerstört, das Cockpitfenster aus Kunststoff ist geborsten. Die beiden Insassen des Fliegers, die am Morgen am Hildesheimer Flugplatz gestartet sind, hatten Glück. „Wäre die Absturzhöhe nur fünf Meter höher gewesen, hätte der Absturz ganz anders ausgehen können“, sagt Polizeikommissarin Julia Schwerdtfeger vom Polizeikommissariat Sarstedt. Die Hilfe der 40 Einsatzkräfte der Wehren aus Rössing, Klein und Groß Escherde, die teils durch Sirenen alarmiert wurden, war nicht vonnöten.

Notsituation üben

Am Morgen waren der 69-jährige Fluglehrer aus Thüringen und der 43-jährige Schüler aus Uslar zu einem Prüfungsflug gestartet. Für die Schüler gehört es zur Ausbildung, dass sie eine Notsituation üben. Die Piloten steuerten also, wie Schwerdtfeger berichtet, den Acker bei Rössing an. Dort wurde ein Getriebeschaden simuliert, der Motor auf Leerlauf geschaltet. Nachdem der Flieger gesunken ist, nur noch etwa zehn bis 15 Meter von der Erde entfernt ist, sollte der Pilot wieder Gas geben und die Maschine in die Höhe ziehen. „Das hat nicht funktioniert“, sagt Schwerdtfeger.

Eigentümer holt Wrack ab

Der Eigentümer des Ultraleichterfliegers, das Flugsportzentrum Mitteldeutschland aus Magdeburg, kümmerte sich am Nachmittag um die Bergung des Wracks.