Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Freden schreibt schwarze Zahlen

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 20.10.2018.

Gemeinde verbucht leichten Überschuss, bangtaber weiter um den Fortbestand des Freibades

Von Carina Fernandes

Freden. Der Haushalt der Gemeinde Freden schließt nach derzeitigem Stand voraussichtlich wieder mit einem positiven Ergebnis ab. Das hat Fredens Kämmerer Hans-Jürgen Hebner während der Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstagabend bekanntgegeben.

Der Haushalt der Gemeinde Freden schließt nach derzeitigem Stand voraussichtlich wieder mit einem positiven Ergebnis ab. Das hat Fredens Kämmerer Hans-Jürgen Hebner während der Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstagabend bekanntgegeben.

Im Ergebnishaushalt der Gemeinde ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 39 500 Euro. Einnahmen in Höhe von gut 6,59 Millionen Euro stehen Ausgaben in Höhe von gut 6,55 Millionen Euro gegenüber. Damit hält sich die Gemeinde an die Vorgaben des mit dem Land Niedersachsen geschlossenen Zukunftsvertrages, mindestens einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen.

Im August 2016 hatte die Gemeinde Freden wie berichtet einen Zukunftsvertrag mit dem Land abgeschlossen – wie die Stadt Hildesheim, nur in kleineren Dimensionen – und dafür 2,9 Millionen Euro erhalten. Im Gegenzug hat sich die Kommune dazu verpflichtet, in den nächsten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Zudem hatte die Gemeinde zugesichert, weniger als vier Prozent aller Ausgaben für freiwillige Leistungen aufzuwenden. Im laufenden Haushaltsjahr dürfte Freden also rund 261 400 Euro für Dinge ausgeben, zu denen die Gemeinde nicht verpflichtet ist. Von dieser Summe stehen aktuell noch 22 200 Euro zur Verfügung.

Weiterhin nimmt die Gemeinde Investitions-Kredite in Höhe von 265 200 Euro auf – das sind rund 89 000 Euro weniger als ursprünglich vorgesehen. Der vergleichsweise niedrige Betrag kommt zustande, weil die geplanten Investitionen ins Freibad wegfallen (die HAZ berichtete). Für die vom Land in Aussicht gestellten Zuschüsse war im Sommer kurzfristig doch eine Absage erteilt worden, auch das Bemühen von Bürgermeister Wolfgang Heimann um Geld aus der Milliarden-Strafzahlung des VW-Konzerns waren nicht von Erfolg gekrönt. „Wir nehmen die Freibadsanierung aber im Haushaltsplan für 2019 wieder auf und hoffen weiterhin auf Fördermittel“, sagte Hebner.

Allerdings hat der Kämmerer einen neuen größeren Kostenpunkt aufgenommen: den geplanten Neubau einer Mensa für die örtliche Grundschule. Dieser soll aber zu mehr als 50 Prozent durch Fördermittel finanziert werden: Lediglich 153 000 der 321 000 Euro will die Gemeinde über Kredite finanzieren.