Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Freie Fahrt für kleine Abenteurer

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 17.04.2019.

Familienpark Sottrum geht mit neuen Spielen und einer Lurchausstellung in die Saison

Von Andrea Hempen

Sottrum. Sottrum ist gerade etwas kompliziert zu erreichen. Denn die Ortsdurchfahrt wird saniert und das Dorf ist deshalb nur über die Anfahrt von Henneckenrode aus erreichbar (die HAZ berichtete). Geplant ist, dass die Sperrung am morgigen Donnerstag wieder aufgehoben wird. Damit Gäste des Familienparks Sottrum wissen, wie sie den Park erreichen können, hat sich Parkchefin Christa Deicke auf den Weg gemacht und von Holle aus zusätzliche Schilder an die Umleitungsmarkierungen gestellt. Denn die Osterferien sind für den Sottrumer Familienbetrieb wirtschaftlich sehr wichtig, wie Seniorchef Peter Deicke sagt.

Von Oktober bis März ist der Park in der Winterpause, aber keineswegs im Winterschlaf. „Das ist die Zeit, in der die Ideen meines Mannes umgesetzt werden“, erzählt Christa Deicke. Und so verfügt der Park neuerdings über ein begehbares Planetarium, in dem man sogar auf der Weltkugel klettern und sich dabei die Sternbilder anschauen kann. Richtig groß ist „Jugend froscht“, das Sottrumer Lurchzentrum. Gewohnt unterhaltsam und spielerisch erfahren die Gäste vieles über Frösche, Lurche und Kröten. Etwa, dass die Erdkröte diejenige ist, die hierzulande am häufigsten vorkommt. Oder, dass es Lurche gibt, die 1,80 Meter lang und 60 Kilogramm schwer sind und in China leben.

Deicke hat viel Wissenswertes und Spannendes zum Thema zusammengetragen und die Landschaft so platziert, dass die Besucher die Gelegenheit haben, beim Blick in den Tümpel auch tatsächlich einen lebenden Frosch, Lurch oder Salamander zu erblicken.

Kinder gehen gerne vom Weg ab, darum ist neben den Hauptpfaden auch viel zu entdecken, etwa Hangelgänge, die an dicken Seilen hängen. Hoch im Kurs stehen nach wie vor Flöße. Kaum scheint die Sonne, sind die schwimmenden Holzplanken besetzt. Eine Gruppe von Kindern hat die Socken ausgezogen, die Hosen hochgekrempelt und erkundet die miteinander verbundenen Teiche. „Klar fällt auch immer mal wieder ein Kind ins Wasser“, sagt Christa Deicke. Doch deswegen muss der Ausflugtag nicht gleich enden. „Im Kassenbereich gibt es trockene Kleidung von uns und die nassen Sachen kommen dann in den Trockner“, erklärt die Sottrumerin. Dort gibt es auch den Sonnenhütchen-Verleih für alle, die den Schutz für den Nachwuchs vergessen oder verloren haben.

Auf einem Floß steht die neunjährige Helena. „Das hier ist meine Lieblingsstelle“, sagt das Kind und stößt sich mit dem Holzstab kräftig ab. Das Floß treibt in Richtung des neuen Piratenschiffs, das darauf wartet, von wilden Draufgängern geentert zu werden. Wer nicht mit dem Floß übersetzt, kann sich mit der Gondel nähern.

Neu im Park und auf der Welt sind sieben kleine Ziegen und sechs Lämmer. „Damit die Mütter mit ihren Kleinen etwas Ruhe haben und geschützt sind, haben wir deren Streichelbereiche jetzt geschlossen“, erklärt Christa Deicke.

Die Parkchefin weiß, was ihre Kunden mögen: „Es muss schön gruselig sein oder lustig. Und es muss das Gemüt ansprechen. Aber das Wichtigste ist, dass man lachen kann.“ Wie zum Beispiel beim Familienfoto auf den neuen Popo-Stühlen aus Holz.

<q>Das Wichtigste ist, dass man lachen kann</q>

<cite>Christa Deicke Chefin im Familienpark Sottrum</cite>