Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Fusion nicht auf Eis – sondern tot

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 13.04.2019.

Vereinszoff in Holle: Vorsitzender des RWW meldet sich nach seinem Urlaub zu Wort

Von Andrea Hempen

Holle. So lange Bernd Leifholz Vorsitzender des Sportvereins Rot-Weiß Wohldenberg (RWW) ist, wird es keine Fusion mit dem TuS Holle Grasdorf geben. Diese Aussage macht der Vereinschef jetzt gegenüber der HAZ. Der Sottrumer war in der vergangenen Woche verreist, daher fehlte seine Stellungnahme im Bericht (6. April) über die gescheiterten Fusionsverhandlungen.

„Ich kann nicht mit Leuten zusammenarbeiten, die mich als Lügner und Betrüger darstellen“, sagt Bernd Leifholz. Der TuS Holle Grasdorf wirft dem RWW vor, nicht über offene Forderungen der Gemeinde Holle informiert und keine Kostenübersicht offengelegt zu haben.

Nach einer Versammlung beim TuS Mitte März sei der RWW aufgefordert worden, sich schriftlich zu erklären. Der seltsame Ton der Aufforderung habe Leifholz schon verwundert: „Ich habe unter Sportkollegen erwartet, dass man miteinander spricht.“ Doch das sei nicht der Fall gewesen. Schließlich war im Holler Gemeindeblatt ein Schreiben des TuS-Vorstandes zu lesen, in dem er erklärt, warum die Fusionsverhandlungen mit dem RWW auf Eis gelegt worden seien. Eine Darstellung des RWW sei im Gemeindeblatt indes nicht veröffentlicht worden, ärgert sich Leifholz.

Eineinhalb Jahre lang haben die Vereine sich mit der Fusion auseinandergesetzt. Mit Moderatoren des Niedersächsischen Landessportverbandes wurden die Zusammenkünfte nachbereitet. „Es gab häufig intensive Treffen in einzelnen Arbeitsgruppen“, erklärt Leifholz. Die ganze Arbeit werde nun mit Füßen getreten, bedauert er. „Es tut mir für alle leid, die sich für die Fusion eingesetzt haben.“ Doch sein Entschluss und der des Vorstandes stehen fest.

Die Gründe für den Verhandlungs-Stopp sind für Leifholz’ Verständnis aus der Luft gegriffen, nur vorgeschoben. Der Hintergrund sei ein völlig anderer. Welcher das sein könnte? Dazu will sich Leifholz nicht öffentlich äußern.