Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Grafelde feiert 1000. Geburtstag

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 28.03.2019.

Mit Ausstellung und Jubiläumsstein

Grafelde/Adenstedt. Auch das Dorf Grafelde feiert in diesem Jahr seinen 1000. Geburtstag. Ortsbrandsmeister Frank Wennigsen stellte während der jüngsten Adenstedter Ortsratssitzung schon mal die derzeitigen Planungen im Grafelder Dorfgemeinschaftshaus vor.

Für das Festwochenende am 29. und 30. Juni ist neben einem Rahmenprogramm mit Musik und Festgottesdienst auch eine Ausstellung über die Entwicklung des Ortes Grafelde vorgesehen. Darüber hinaus soll auf dem Rosendreieck in der Dorfmitte ein Findling als Erinnerung an das Jubiläum aufgestellt werden.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Adenstedt und Sellenstedt jähren sich dann im Jahr 2022 zum 1000. Mal. Die Zuhörer Rudolf Brunotte und Gustav Behre baten den Ortsrat, auch diese beiden Jubiläen angemessen zu würdigen.

Weitere Themen in der Ortsratssitzung:

Damit Raser in Adenstedt in Zukunft ausgebremst werden, hatte der Verein „Pro Adenstedt“ vor kurzem zwei Geschwindigkeitsmesstafeln aufgestellt (die HAZ berichtete). Eine davon hatte der Ortsrat finanziert. Diese wurde dem Verein jetzt offiziell übertragen. „Wir würden auch Sellenstedt und Grafelde eine Messtafel finanzieren“, kündigte Bürgermeister Ulrich Schünemann an. „Allerdings müsste sich jemand um die Unterhaltung und das Auslesen kümmern.“ Bisher seien aber noch keine Anfragen aus den beiden Dörfern eingegangen. Als weiterer Schritt zur Verkehrsberuhigung sollen in den drei Dörfern Hinweisschilder „Spielende Kinder“ aufgestellt werden.

Sorgen um Auswirkungen der Südlink-Erkabeltrasse macht sich Rudolf Brunotte und entfesselte damit eine Grundsatzdiskussion im Ortsrat. Wenn die bisher empfohlene Trasse westlich der Leine nicht gewählt würde, könnte auch die Gemeinde Sibbesse betroffen sein, sagte der Adenstedter. Er appellierte an den Ortsrat, gemeinsam mit Vertretern der Realverbände frühzeitig Bedenken anzumelden. Als ehemaliger Landwirt hadert Brunotte mit der geplanten Verlegtechnik und fürchtet irreparable Schäden für die Ackerflächen. „Wenn man Erdkabel will, muss man auch damit leben und eventuell Opfer bringen“, hielt Ratsmitglied Rolf Binder dagegen.