Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Große Nachfrage nach Bauplätzen am Großen Kamp

Veröffentlicht von Rainer Breda am 12.01.2019.

Hildesheim - Am Montag endet die Bewerbungsfrist für die Grundstücke im Baugebiet Großer Kamp. Die Nachfrage ist groß: Bis Freitagmittag hatten bereits 81 Bürger im Rathaus ihr Interesse an einem der 35 Bauplätze angemeldet.

Die Stadt vergibt die Flächen auf Wunsch der Politik erstmals nach speziellen Kriterien. So gibt es für Bewerber mit Kindern, Behinderungen und/oder Pflegebedürftigkeit Bonus-Punkte. Auch wer bis Ende Oktober auf der allgemeinen Warteliste der Stadt für einen Bauplatz in Hildesheim stand, hat einen Vorteil. Der Rat hatte den Stichtag extra um drei Monate nach hinten verlegt, damit sich auch Bürger eintragen konnten, die bis dato nichts von der Liste gewusst hatten. Auf ihr waren bis November 540 Interessenten verzeichnet.

Ergebnis Mitte Februar

Die Verwaltung werde nach Ende der heutigen Bewerbungsfrist anhand des Punktekataloges ein Ranking erstellen, kündigt Rathaus-Sprecher Helge Miethe an. Er bezeichnete das Interesse an den Bauplätzen als „wie zu erwarten groß“. Das Rathaus geht nach derzeitigem Stand davon aus, die Bewerber Mitte Februar über das Ergebnis des Verfahrens zu informieren. Der Vergabemodus sieht so aus: Wer die meisten Punkte hat, bekommt eine Woche Zeit, sich ein Grundstück auszusuchen, danach ist der Nächstplatzierte an der Reihe. Bei Punktgleichheit lost die Verwaltung.

Am Großen Kamp können 35 Einfamilienhäuser entstehen. 29 Bauplätze werden von der Stadt verkauft, die Flächen kosten je nach Lage zwischen 185 Euro und 265 Euro pro Quadratmeter.

Für sechs Grundstücke vergibt die kommunale Johannishofstiftung Erbbaurechte, die jährlichen Zinsen liegen zwischen 1853 und 2902 Euro. Wer dabei zum Zuge kommt, entscheidet ebenfalls die Verwaltung nach dem Punktesystem. Sie werde den Finanzausschuss und den Ortsrat Neuhof über Kaufverträge und Erbbaurechts-Bestellungen unterrichten, verspricht Miethe. br