Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Außengelände der HAWK wird für 3,9 Millionen umgebaut

Veröffentlicht von Renate Klink am 18.04.2019.

Hildesheim - Viel Beton, wenig Grün: So sieht derzeit der Außenbereich der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) aus. Das soll sich jetzt ändern: Nach Ostern am Dienstag, 23. April, beginnen die Bauarbeiten. Dabei werden der Außenbereich neu gestaltet sowie Kanalisation und Kellerwände saniert. „Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Herbst 2022“, sagt Sprecherin Sabine zu Klampen.

Los geht es am Dienstag mit einer kompletten Sperrung des Parkplatzes am Campus Hohnsen. Das große Sonnensegel muss mit einem Kran vom Mensavorplatz auf den Innenhof Hohnsen 2 versetzt werden. Die Schranken bleiben an diesem Tag geschlossen.

Fettabscheider für die Mensa

„Insgesamt soll die Aufenthaltsqualität im Bereich Campus Hohnsen deutlich verbessert werden“, erläutert HAWK-Chef Marc Hudy. Zunächst will er dafür sämtliche Zäune um das Grundstück einreißen lassen. Ziel sei, dass der Außenbereich künftig viel durchlässiger zum öffentlichen Raum werde. Und einladender: „Vorgesehen sind großflächige Sitzmöglichkeiten zum Verweilen“, sagt Hudy. Sie sollen im Bereich zwischen dem roten Backsteingebäude Hohnsen 1 und Goschentor stehen als auch vor der Mensa im Innenhof.

Der Übersichtsplan zeigt die HAWK

Doch es geht nicht nur um Verschönerung. In den mehr als 100 Jahre alten Backsteinbauten müssen die Kellerwände trockengelegt werden, um die Substanz der Gebäude nachhaltig zu erhalten. Zudem werden auf dem Grundstück die Kanalisation sowie die Versorgungsleitungen erneuert. Die Mensa-Küche bekommt für ihren Betrieb einen neuen Fettabscheider.

Barrierefreies Außengelände

Auch Rollstuhlfahrer sollen sich auf dem Gelände künftig besser bewegen können – die Außenanlage wird barrierefrei. Für Fahrradfahrer soll eine Vielzahl von Bügeln installiert werden. „Berücksichtigt wurde bei den Planungen auch der Anschluss für mögliche Ladestationen von Elektorautos“, sagt die Sprecherin.

Schon im Jahr 2013 hatte die HAWK die Sanierung der Außenanlagen beim Land Niedersachsen beantragt. Dort wurden die Pläne geprüft, 2016 dann das Geld dafür vorgesehen. Die Planungen für ein modernes Gesamtkonzept hat das Staatliche Baumanagement Südniedersachsen übernommen – zusammen mit externen Fachkräften. Dieses Konzept hat das Land im Herbst vergangenen Jahres dann bewilligt.

Was wird aus prämierten Buswartehäuschen?

Zum geplanten Gesamtkonzept der Hochschule gehören auch zwei neue Buswartehäuschen. Die Haltestellen sollen künftig „HAWK-Campus“ heißen. Zwei Studenten der Hochschule hatten mit ihrem Entwurf einen Ideenwettbewerb gewonnen. Das war Ende 2017. Seitdem ist nichts passiert. Das Problem: die Finanzierung. „Aktuell wird gemeinsam mit der Stadt an einer Realisierung gearbeitet“, bestätigt Sprecherin zu Klampen. Das Präsidium hat zugesagt, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Baurechtliche Bedenken seien mittlerweile ausgeräumt.

Die städtische Baudezernentin Andrea Döring war für eine Stellungnahme zur Finanzierung nicht mehr zu erreichen.