Hildesheimer Allgemeine Zeitung

HAZ-Gameday: Invaders fordern die Lions

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 16.05.2018.

Hildesheim. Es ist ruhig geworden um die Hildesheim Invaders. Die herbe 0:56-Heimpleite gegen die Potsdam Royals mussten die Männer von Headcoach Matt LeFever erst einmal aufarbeiten. Jetzt kommen die Erstliga-Footballer aber mit einem Knaller zurück: Die New Yorker Lions aus Braunschweig kommen zum Niedersachsen-Derby ins Friedrich-Ebert-Stadion. Kickoff ist am Sonnabend, 19. Mai, um 16 Uhr. Präsentiert wird das Spiel von der HAZ.

Mit den Lions kommt das wohl beste Team Europas nach Hildesheim. Die Vorzeichen sind klar: Die Löwen grüßen nach zwei klaren Siegen bereits wieder von der Tabellenspitze, die Invaders haben erst eine Partie gespielt und sind bemüht, ihren Rhythmus zu finden. Alles andere als ein glasklarer Sieg der Braunschweiger, die zuletzt Kiel mit 42:3 vom Feld fegten, wäre eine dicke Überraschung.

Invaders-Trainer Matt Crockett, der in der Vergangenheit für die Lions erfolgreich als Quarterback gespielt hat, brachte es nach dem Dienstagstraining auf den Punkt. „Ich liebe es, gegen solche Teams zu spielen. Jeder Spieler von uns kann sich mit den Besten messen. Das ist eine tolle Herausforderung.“

„In allen Bereichen verbessern“

Die Invaders haben die drei Wochen nach dem Potsdam-Spiel genutzt, um intensiv zu trainieren. Vor allem die Abstimmung in der Offensive zwischen Quarterback Shazzon Mumphrey und seinen Angriffswaffen um den kanadischen Neuzugang Ben von Jagow stand ganz oben auf dem Zettel der Invaders-Trainer. Auch die Special-Teams wurden intensiv gefordert.

„Wir haben das Ziel, uns in allen Bereichen zu verbessern“, sagt Headcoach Matt LeFever. Das ist nach dem schwachen Auftritt gegen Potsdam auch bitter nötig, sonst droht am Samstag das nächste Debakel. Wichtig sei vor allem, dass seine Truppe jetzt auf das Tempo der Bundesliga komme und mit Herz und aller Härte spiele, so LeFever

Für die Brüder Paul und Ludwig Bogdann wird es ein ganz besonderer Tag. Paul war Topscorer der Invaders in der vergangenen Saison und läuft nun für die New Yorker Lions auf. Und damit auch gegen seinen jüngeren Bruder Ludwig, der seine erste Saison als Quarterback für die Invaders spielt. Allerdings sind die Chancen, dass sich beide auf dem Feld begegnen, sehr gering. Zum einen ist ein direktes Aufeinandertreffen nicht möglich, weil beide in den Angriffsformationen ihrer Teams spielen. Zum anderen ist Ludwig angeschlagen. Die Schulter spielte nicht mit in den letzten Wochen. „Ich habe eine Überlastung im Gelenk. Aber ich werde mich auf jeden Fall am Samstag mit umziehen“, sagt Ludwig.

Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Wide Receiver Jonas Kretschmann. Der Hildesheimer Passempfänger hat eine leichte Beinverletztung. Es ist noch nicht sicher, ob es für das Derby am Sonnabend reicht. „Ansonsten sind alle fit“, sagt Matt LeFever.

Kleiner Umbruch bei den Lions

Die New Yorker Lions haben in der Winterpause einen kleinen personellen Umbruch verkraften müssen. Star-Quarterback Casey Therriault hat sich entschieden, in den USA zu bleiben. Auch Runningback David McCants ist kürzer getreten. Als Ersatz hat Cheftrainer Troy Tomilin Spielmacher Jadrian Clark und Ballträger Lennies McFerren engagiert. Zwei sehr agile Spieler, die bereits in den ersten Saisonspielen gezeigt haben, wie gefährlich und produktiv sie sind. Auch in der Verteidigung fehlen große Namen wie Kerim Homri, Chris Cauvet und Christian Petersen. Aber Defense-Coordinator Dave Linkins hat mit nur drei Gegenpunkten gezeigt, dass seine Verteidigung weiterhin zu den besten in Europa gehört.

Invaders gegen Lions – das ist wie immer eine Mammutaufgabe für die Hildesheimer. Deshalb hoffen die Gastgeber auch wieder auf die volle Unterstützung ihrer Fans. Im vergangenen Jahr kamen gegen die Lions rund 2000 Zuschauer ins Friedrich-Ebert-Stadion. Und diesmal?