Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Vier Hildesheimer Verlage bei der Leipziger Buchmesse

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 13.03.2018.

Hildesheim - Die Leipziger Buchmesse, der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche, öffnet am Donnerstag, 15. März, ihre Tore. Bis zum 18. März sorgen 3 400 Mitwirkende und über 2 000 Aussteller für ein riesiges Programm – Europas größtes Lesefest „Leipzig liest“ inklusive. Das Schwerpunktland ist in diesem Jahr Rumänien. Auch vier Hildesheimer Verlage präsentieren ihre Neuerscheinungen.

Zwei Gerstenberg-Autoren haben ein Heimspiel: Judith Burger, gebürtige Halberstädterin und seit vielen Jahren in Leipzig zuhause, stellt am ersten Messe-Tag, 15. März, um 11.30 Uhr ihr neues Kinderbuch „Gertrude grenzenlos“ in der Lesebude 2 vor. Sie erzählt von einer berührenden Mädchenfreundschaft in der DDR.

Gleich im Anschluss, um 12 Uhr, übernimmt Johannes Herwig das Mikro. Herwig, 1979 in Leipzig-Connewitz geboren, liest aus seinem Jugendroman „Bis die Sterne zittern“. Für das bereits mit dem Paul-Maar-Preis ausgezeichnete Debüt hat er intensiv über die „Leipziger Meuten“ recherchiert. Die Meuten waren oppositionelle Jugendcliquen in den 1930er Jahren.

Tipps für Feiglinge

Aus Schweden reist die Autorin Eva Susso an und präsentiert am Donnerstag, 15. März um 15 Uhr in der Lesebude 1 und am Freitag um 12 Uhr im Nordischen Forum ihr humorvolles Kinderbuch „Roberts Handbuch Nr. 1. 1000 Tipps für Feiglinge“. Außerdem stellt der Gerstenberg Verlag 40 neue Bücher für Kinder und Erwachsene und besondere Papeterie-Produkte am Stand H100 in der Halle 2 vor.

Ein elementares Werk zur Landwirtschaft hat der Georg Olms Verlag im Gepäck: „Ackergiganten im Einsatz. Mehr als 150 Jahre Landtechnik“. Das zwölfköpfige Autorenteam unter Federführung von Klaus Herrmann und dem Hildesheimer Horst-Dieter Görg betrachtet auf 288 Seiten mit über 500 Abbildungen die Geschichte der Landtechnik bis in die Gegenwart.

Debussys Briefe

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Publikation „Claude Debussy. Briefe an seine Verleger“, die zum Anlass des 100. Todestages des Komponisten im Georg Olms Verlag erschienen ist. Debussys Briefe, erstmals in deutscher Sprache vorgelegt, dokumentieren das gesamte Berufsleben und zugleich die bewegte Epoche zwischen Fin de siècle und Erstem Weltkrieg. Die Edition Olms steuert in der Serie „1001...“ zum Frühjahrsbeginn zwei neue Gartenbücher bei.

Der Verlag Monika Fuchs ist in Halle 2 an Stand J 100 zu finden. Zu den Neuerscheinungen gehören zwei Jugendbücher: In „Party im Kopf“ von Peter Mannsdorff erzählt der 15-jährige Robby über sein turbulentes Leben mit einem manisch-depressiven Vater, der vor der Psychiatrie flüchtet. Ebenfalls 15 Jahre alt ist Leo, die Hauptperson in „Im Schatten des Mondes“ von Corinna Antelmann, die in Hildesheim studiert hat. Leo kann tagsüber nur in einem speziellen Schutzanzug nach draußen gehen, da die UV-Strahlen der Sonne seine Haut zerstören.

Eine besondere Veranstaltung ermöglicht die Buchmesse Petra Hartmann, einem Mitglied der Gruppe der Hildesheimlichen Autoren: Die Lesung aus ihrem Kinderbuch „Nestis und die verbotene Welle“ wird von einem Gebärdendolmetscher simultan übersetzt.

Düstere Fußballgeschichten

Auch der Hildesheimer Arete Verlag stellt in Leipzig aus. Er präsentiert seine Neuerscheinungen in Halle 2 am Stand H 209. Darunter die düstere Kurzgeschichtensammlung „Die dunkle Seite des Balles“, die vom Fachmagazin „11 Freunde“ gelobt wurde, und der Text-Bild-Band „Fußballheimat Franken. 100 Orte der Erinnerung“. Im Rahmen von „Leipzig liest“, dem großen Lesefestival der Buchmesse, stellt der Verlag am ersten Messeabend zudem mit dem Herausgeber und prominenten Zeitzeugen das Buch „100 Jahre Handball“ vor.

Detaillierte Informationen finden sich auf der Homepage www.leipzige-buchmesse.de