Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Hildesheimer HAWK-Studierende zeigen: So können Ablagen aussehen

Veröffentlicht von Martina Prante am 09.10.2019.

Hildesheim - Ein Tablett ist eine Platte mit einem Rand. Denkste! Wer die Produkt- und Metall-Gestalter der Fakultät Gestaltung der HAWK machen lässt, der wird faltbare, ausfahrbare, einhändig tragbare und speziell für Weinliebhaber konzipierte Exemplare entdecken.

Entwickelt und umgesetzt worden sind diese ungewöhnlichen Tabletts, aber auch Ablagen und Gläser sowie Schalen von 54 Studierenden der HAWK. Die spannenden Ergebnisse aus den Seminaren von Andreas Schulz, Hartwig Gerbracht und Fabio Vogel sind unter dem Titel Artrio von Donnerstag bis kommenden Donnerstag auf der Ausstellungsfläche in Haus E an der Renatastraße zu bewundern. Auch wenn es sich bisher bei den Objekten nur um Modelle handelt, so lassen Kreativität, Ästhetik und Neuartigkeit ahnen, dass sie Abnehmer finden würden.

Ein Tablett wird zum Tisch

Zum Beispiel das elegante Tablett von Anne Feldhof. Es trägt den japanischen Namen Oru. Die Übersetzung steht für das, was die Konstruktion ist: faltbar. Vom Tablett zum Tisch. Der Entwurf der 21-Jährigen aus der Region Köln beeindruckt durch seine Mechanik.

Dorothea Wagnerberger geht mit ihrer Tablett-Version in die Horizontale. Wie kann man im Bett bequem am PC arbeiten, mit genügend Ablagefläche und Halterung für ein Getränk? Dazu noch zusammenklappbar, mit Abrutschstopper und Lüftungslöchern für den PC? Das „Tablett“ der 21-Jährigen aus Bremen bietet alles.

Aus dem Bett in die Welle

Aus dem Bett in die Welle: Clara Valentins „Tanzende Gläser’’ könnte man auf einem Schiff gut gebrauchen. Das Tablett bietet für gefüllte Gläser trichterförmige Säckchen in Aussparungen, die dafür sorgen, dass der Flüssigkeitspegel auch bei Schwankungen immer gleich bleibt. Solch ein Tablett könnte auch für Menschen mit erhöhtem Pegel nützlich sein.

Ganz ungewöhnlich auch das Tablett für Weinliebhaber von Vivien Roediger: Die von Weinreben inspirierte, aus einem Draht floral geschwungene Konstruktion nimmt Gläser und Weintrauben auf, wird über die Flasche gestülpt und an deren Hals getragen. Ohne Inhalt wirkt „Für Weinlieber“ auch als Dekoration.

Platz bei wenig Raum

„Von der Fläche zum Volumen“ hieß das Thema für Zweitsemester: Eine Faserplatte sollte mittels Laser flexibel gemacht und in ein Kleinmöbel als Ablagefläche verwandelt werden. Weil Ole Wirths Zimmer so klein ist, hat er ein platzsparendes „Pegbag“ entwickelt: Die trichterförmige Konstruktion wird einfach an einem Kleiderhaken für Türblätter aufgehängt und bietet viel Platz.

Esther Juszkiewicz hat einen Platz für Lieblingsobjekte kreiert. Die geschwungene Platte „Ventus“ (Herzstück) hängt an Drahtseilen. „Hydritable“ nennt Johanna Hilzendeger ihren ineinander gesteckten Abstelltisch, der mit der exzentrischen Platte für Aufsehen sorgt.

Die Ausstellung „Artrio“ ist werktags von Donnerstag bis zum Donnerstag, 17. Oktober, von 9 bis 18 Uhr im Foyer von Haus E im Campus an der Renatastraße 11 geöffnet. Eine Führung wird Freitag um 16.30 Uhr angeboten. Eintritt frei. Weitere Infos auf der Homepage der HAWK.