Hildesheimer Allgemeine Zeitung

In Hasede wünschen sich viele ein Kurzstreckenticket

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 04.04.2019.

Einwohner nutzen Ortsratssitzung für Kritik am Busangebot / Gemeindeverwaltung berichtet von Eingriffen, um Geruchsbelästigung durch Kläranlage zu senken

Von Horst Berger

Hasede. Der Marienweg zwischen B6 und der Straße „An den Rotten“ darf nun doch bald wieder von Radfahrern in beiden Richtungen genutzt werden. Das berichtete Andre Sandrock von der Gemeindeverwaltung in Giesen jetzt in der Sitzung des Ortsrates. Durch das Ausweisen als verkehrsberuhigter Bereich könnten künftig alle Fahrzeuge die Straße im Schritttempo nutzen, die entsprechende Beschilderung erfolge in Kürze. Das Radeln in beide Richtungen schien nach einem Eingriff der Verkehrskommission auf Dauer unterbunden – was nicht nur bei Radfahrern großen Unmut ausgelöst hatte. Kein Wunder also, dass der Ortsrat und dessen Zuhörer die Nachricht aus dem Rathaus freute.

Das galt auch für die Mitteilung, dass nach der ersten Auswertung des Beschwerdekatasters über die Geruchsbelästigung auf Veranlassung des Gewerbeaufsichtsamtes erste Maßnahmen im Bereich der Hildesheimer Kläranlage getroffen worden seien, um den Gestank zu mindern. Ortsratsmitglied Nicole Lavall hielt allerdings den Zeitraum der Messungen – das Winterhalbjahr – für ungünstig. Eintragungen in das Beschwerdekataster auf der Internetseite der Gemeinde Giesen sind weiter möglich.

Sandrock kündigte zudem den Beginn der Erschließungsarbeiten im Baugebiet Stockgrabenfeld „in Kürze“ an. Die Bauplätze würden im Juli vergeben. Auf Antrag von Ulf Trombach diskutierte der Ortsrat über die geplante Klärschlammverbrennung im Hildesheimer Hafen und deren Auswirkungen auf Hasede. Ortsbürgermeister Frank Fischer kündigte eine gemeinsame Initiative mit anderen betroffenen Ortschaften an.

Für die Aufstellung von Mitfahrbänken konnte sich der Ortsrat nicht erwärmen. Vielmehr wurde erneut die Forderung nach Kurzstreckentickets für die Buslinien laut, die durch die Gemeinde verlaufen. Das wünschen sich auch Zuhörer: Von ihnen hieß es, die stetig steigenden Fahrpreise schrecken jeden Autofahrer ab, auf den Bus umzusteigen. Kurzstreckentickets seien dringend notwendig – gerade für die Bürger, die kein Auto nutzen könnten. Weiteres Thema in der Bürgeranhörung war die ökologische Gestaltung von Vorgärten und öffentlichen Flächen. So schilderten Thomas Jablonski und Berthold Engelke bedrohliche Situationen für Insekten und Vögel, zeigten aber auch Lösungen.