Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Rund 500 demonstrieren fürs Klima

Veröffentlicht von Jo-Hannes Rische am 15.03.2019.

Hildesheim - Die einen können es kaum noch hören. Die anderen sagen, das sei genau ihr Ziel. Auch an diesem Freitagmittag gingen Schüler im Rahmen der Bewegung „Fridays for Future“ auf die Straße, um für besseren Klimaschutz zu demonstrieren. In Hildesheim startete die Kundgebung um 12 Uhr am Hauptbahnhof. Die Polizei schätzt die Teilnehmerzahl auf rund 450 Personen.

Vom Bahnhof aus ging es durch die Stadt zu verschiedenen Zielen. Unter anderem hielten die Demonstranten Kundgebungen auf dem Hindenburgplatz und vor dem Landessozialamt am Fuß der Schuhstraße ab, bevor sie skandierend zurück zum Marktplatz zogen.

Zwei Mal hatten die Organisatoren Carolin Graw und Pia Bötjer die Demo in diesem Jahr ausschließlich dort veranstaltet. Das nun neue Konzept liege an der neuen Organisation: „Wir haben jetzt ein zehnköpfiges Organisationsteam“, sagt Graw. „Das macht es einfacher.“

Auch Eltern gingen mit

Doch waren es nicht nur die Schüler, die sich gegen die ihrer Ansicht nach ungenügende Klimaschutz-Politik auflehnen. In den vergangenen Tagen formte sich mancherorts eine zweite Bewegung: „Parents for Future.“ Die Eltern begleiten die Schüler bei den Protesten und solidarisieren sich.

Auch in Hildesheim gingen zahlreiche Erwachsene – rund 50 – mit den Schülern mit. Da sie aber noch keine eigenständige Bewegung sind, schlossen sie sich kurzerhand dem „Fridays for Future“-Marsch an – und stellten sich symbolisch hinter die Jugendlichen.

Erster weltweiter Streik

Nicht nur in Hildesheim war es die größte Klimademo überhaupt. In mehr als 100 Staaten waren für Freitag insgesamt 1700 Demonstrationen angekündigt, davon 200 in Deutschland. Es ist der erste „globale Streik“, heißt es auf der Internetseite der Bewegung, die von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg initiiert wurde. Norwegische Abgeordnete nominierten sie deshalb am Donnerstag offiziell für den Friedensnobelpreis.