Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Steingrube: Anwohner fordern Park-Ranger

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 10.09.2019.

Hildesheim - Das Thema Lärmbelästigung im Bereich der Steingrube schlägt weiterhin hohe Wellen. Einer der Anlieger überreichte Ortsbürgermeister Helmut Borrmann (SPD) während der Ortsratssitzung am Montagabend eine Liste mit 60 Unterschriften von Anwohnern und forderte, dass die Stadt doch endlich Park-Ranger einstellen möge. „Das habe ich schon vor einem Jahr gefordert“, stellte er fest.

Der Anlieger klagte nicht nur über nächtliche Partys von Jugendlichen an der Basketballanlage, sondern auch über wilde Müllablagerungen und freilaufende Hunde. „Ich möchte Sie bitten, was zu unternehmen“, forderte er die Kommunalpolitiker auf.

„Ein echtes Problem“

„Das ist ein echtes Problem“, räumte Dennis Münter (CDU) ein. „Wir haben im Stadtrat fraktionsübergreifend ebenfalls schon vor einem Jahr im Rahmen der Haushaltsberatungen für 2019 die Einstellung von vier Uniformierten gefordert, die insbesondere in der Zeit ab 22 Uhr bestimmte Bereiche der Stadt kontrollieren“, stellte er fest. Und die Verwaltung habe auch zugesagt, diesen Ratsbeschluss umzusetzen. Passiert sei aber immer noch nichts und jetzt stünden bereits die Haushaltsberatungen für 2020 an.

Die Leiterin des Fachbereichs Stadtplanung und Stadtentwicklung, Sandra Brouër, sicherte derweil zu, dass die Verwaltung im Oktober ein neues Konzept für den Ordnungsdienst vorstellen werde. „Allerdings gab es auch bei der Polizei bislang nur wenige Anrufe von Anwohnern der Steingrube, die sich über Lärmbelästigungen beschwert haben“, betonte sie. Borrmann meinte daraufhin ironisch: „Das mit den Anrufen lässt sich schnell ändern.“ Und Münter meinte: „Ich finde das schon seltsam, dass wir die Anlieger nun auffordern sollen, vermehrt bei der Polizei anzurufen.“

Ulrich Räbiger (Grüne) bestätigte, dass der Ärger im Stadtrat in allen Fraktionen groß ist. Er schlug vor, dass an der Steingrube zumindest – wie in der Stadt Tübingen – Schilder mit Hinweisen auf die Einhaltung der Nachtruhe aufgestellt werden sollten. Entsprechende Mittel sollten im Haushalt der Stadt eingestellt werden. Diesen Vorschlag billigte der Ortsrat einstimmig.

Weitere Themen im Ortsrat

Brouër stellte im weiteren Verlauf der Sitzung den Entwurf zur Sanierung des „Roten Spielplatzes“ und des angrenzenden Bolzplatzes im Stadtfeld vor. „Die Sanierung des Bolzplatzes stand bei den Jugendlichen ganz oben auf der Wunschliste“, betonte die Stadtplanerin. Der Untergrund des Platzes solle mit einem Teppichvlies ausgebaut werden.

Auf der benachbarten Fläche sei sicherlich für ältere Kinder der geplante „Skysurf“ einer der Höhepunkte. Der dritte beziehungsweise westliche Bereich werde unter anderem mit Balancier- und Wipp-Geräten ausgestattet und sei für jüngere Kinder vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Spielplatz bezifferte Brouer auf 285000 Euro, die für die Sanierung des Bolzplatzes auf 160000 Euro. „Im Winter wollen wir die Arbeiten ausschreiben, so dass im nächsten Jahr gebaut werden kann“, so die Planerin.