Hildesheimer Allgemeine Zeitung

5,6 Millionen Euro für die Domäne

Veröffentlicht von Norbert Mierzowsky am 13.06.2018.

Hildesheim - Die Sanierungsmaßnahmen auf dem Kulturcampus Domäne Marienburg der Universität Hildesheim können starten. Mit seiner Zustimmung hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Niedersächsischen Landtags bei seiner (heutigen) Sitzung den Weg für die umfangreiche Baumaßnahme freigemacht. Die Domäne mit ihrer teils mittelalterlichen Bausubstanz war durch das Hochwasser im Juli 2017 komplett überflutet worden.

Für den Hildesheimer Landtagsabgeordneten Markus Brinkmann, der selbst im Haushaltsausschuss sitzt, ist die Förderung der richtige Schritt. Er weist aber darauf hin, dass dass das Land bereits vor wenigen Jahren in die Sanierung der Domäne investiert habe: „Wir dürfen nicht den Fehler von damals wiederholen und müssen jetzt präventiv denken.“ Er räumt aber ein, dass man damals nicht damit gerechnet habe, dass es zu so einer gravierenden Hochwasserlage kommen könne.

Insgesamt investiert das Land rund 5,6 Millionen Euro in den Standort: 3,9 Millionen Euro entfallen auf die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands und werden als Schadensausgleich aus Mitteln des Niedersächsischen Finanzministeriums (MF) finanziert. Zusätzlich investiert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) rund 1,7 Millionen Euro in den Hochwasserschutz, um die Gebäude zukünftig vor Überschwemmungen durch die nahegelegene Innerste zu sichern. Unter anderem sollen Fußböden und Wände abgedichtet und technische Installationen umverlegt werden.

Kulturcampus als Schmuckstück

„Der Campus Domäne Marienburg ist ein Herzstück der Universität Hildesheim. Mit den zusätzlichen Mitteln stellen wir sicher, dass Forschung und Lehre hier auch weiterhin auf hohem Niveau stattfinden können“, sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

„Der Kulturcampus ist unser Schmuckstück und findet internationale Beachtung. Wir danken dem Land für die Unterstützung, ohne die wir unsere Arbeit nicht fortsetzen könnten“, sagt Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Universität Hildesheim.

Älteste Bauten aus 1346

Auf dem Kulturcampus befinden sich die Räume der kulturwissenschaftlichen Institute – von Philosophie und Musik bis Literatur und Theater. Die ältesten Teile der mittelalterlichen Burganlage werden auf das Jahr 1346 datiert.