Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Baby Friedrich ist schon 1000 Kilometer Rad gefahren

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 11.07.2018.

Hildesheim - Gerade mal zehn Monate alt und schon 1000 Kilometer Rad gefahren – wenn das Leben des kleinen Friedrich so weitergeht, wird es wohl ein einziges Abenteuer. Das liegt natürlich an seinen Eltern Bea und Christoph Franke. Die beiden sind begeisterte Sportler. Zuhause in Magdeburg haben sie sich auch genau so kennengelernt: draußen, beim Sport.

Noch bevor Friedrich auf der Welt war, haben sie sich vorgenommen, „die Elternzeit zu einer möglichst schönen Familienzeit zu machen“, wie die 29-jährige Bea Franke erzählt. Und einen Traum zu verwirklichen: Rad fahren, vom südlichsten zum nördlichsten Punkt Deutschlands.

Auf dieser Tour sind die Drei nun seit gut einem Monat unterwegs. Am 9. Juni ging es los, in einem Ort namens Einödsbach, gelegen auf über 1000 Höhenmetern. Allerdings erstmal gar nicht mit dem Radfahren, sondern mit Problemen.

Denn die Räder, die die beiden per Kurierdienst vorausgeschickt hatten, waren nicht da. Wo sie waren, konnte ihnen allerdings auch niemand sagen. „Nach ein paar Tagen tauchten sie dann plötzlich wie aus dem Nichts auf“, sagt Bea Franke, „zerkratzt, aber immerhin da.“

Dass sie sich ausgerechnet Hildesheim für den einzigen längeren Zwischenstopp ausgesucht haben, ist kein Zufall: Es ist die Heimat von Bea Franke. Im Haus ihrer Mutter in der Nähe des Galgenbergs kommen sie und ihre kleine Familie für drei Tage zur Ruhe.

Eine Zeit, die sie genießen, wie die junge Mutter erzählt, aber die sie auch schon wieder ein bisschen nervös macht – in Vorfreude darauf, wieder auf Tour zu gehen.

„Wir haben uns schon richtig daran gewöhnt, jeden Tag unterwegs zu sein“, sagt auch Familienvater und Sportwissenschaftler Christoph Franke. Friedrich, erzählt er, genießt die Abwechslung, die vielen neuen Eindrücke, die er zuhause in Magdeburg nie in so kurzer Zeit hätte sammeln können. „Wir sind an der frische Luft, sehen viele Tiere, sind jeden Tag auf einem anderen Spielplatz, das ist schon toll“, sagt Bea Franke.