Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Nach Partykritik: Nachtbürgermeister für Hildesheim?

Veröffentlicht von Jo-Hannes Rische am 12.06.2019.

Hildesheim - Die Junge Union hatte jüngst das Hildesheimer Nachtleben kritisiert, dafür aber Kritik einiger Bar- und Clubbetreiber kassiert. An einem runden Tisch haben sich die Parteien am Dienstagabend ausgesprochen.

„Es war ein Gespräch auf Augenhöhe“, resümiert Kufa-Pressesprecherin Jacqueline Moschkau. Eine Schlichtung war dabei gar nicht nötig, vielmehr tauschten die zwei Jugendpolitiker Philipp Thalmann und Karsten Wussow mit den Betreibern von Kufa, Studio und Wohnzimmer Standpunkte aus und berieten über konkrete Ideen, die die Situation verbessern könnten.

Ein Bürgermeister für die Nacht

Eine solche Idee ist ein Nachtbürgermeister. „Mannheim hat im vergangenen Jahr damit angefangen in Deutschland“, sagt Moschkau. Auch London oder Amsterdam haben einen Nachtbürgermeister. Dieser fungiert als Bindeglied zwischen den Akteuren, bringt Kulturbetreiber, Polizei und Politik zusammen und dient als Ansprechpartner für alle Seiten.

Auch die Frage nach der Notwendigkeit einer Großraumdisco stand im Raum, bleibt allerdings erstmal offen. „Wir haben viele Fragen aufgeworfen, die wir nun abarbeiten können“, sagt Moschkau, die ein positives Fazit zieht: „Das könnte eine konstruktive Zusammenarbeit werden.“ Der Austausch soll in Zukunft verstärkt werden, ein weiterer Runder Tisch ist in Planung.