Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Neuer Kindergarten für Sibbesse geplant

Veröffentlicht von Renate Klink am 11.02.2019.

Sibbesse - „Einen neuen Kindergarten brauchen wir auf jeden Fall.“ Das steht für Gemeindebürgermeister Andreas Amft fest. Immerhin gehört Sibbesse laut Landesamt für Statistik mit zu den Gemeinden im Landkreis Hildesheim, die eine steigende Zahl von Neugeborenen aufzuweisen hat.

Wie berichtet, hat Amft im Nachtragshaushalt für den Neubau bereits Geld eingeplant: 630  000 Euro. Nach dem Finanzausschuss muss zu diesen Plänen nun noch der Rat der Gemeinde Sibbesse am kommenden Montag, 18. Februar, zustimmen. Der Verwaltungschef möchte die Geldsumme im Haushalt vorsehen, um handlungsfähig bleiben zu können. Nur so ist es möglich, Kredite aufzunehmen. Denn die Situation für solche Investitionen ist derzeit noch ungeklärt. Grund: Der alte Kita-Vertrag mit dem Landkreis ist ausgelaufen, der neue noch nicht unterschrieben.

Wie stark investiert der Landkreis?

Das bedeutet, dass die Frage, wie stark sich der Landkreis an Investitionen in neue Krippen- und Kindergartenplätze beteiligt, noch nicht feststeht. Neu ist, dass der künftige Vertrag darauf abzielt, die Kommunen nach der tatsächlichen Anzahl der Kitaplätze finanziell zu unterstützen – und nicht wie bisher nach ihrer Steuerkraft.

Die endgültige Unterschrift kann sich aber hinziehen. Bis zum 31. Juli soll es eine detaillierte Einigung darüber geben, wie stark der Kreis Investitionen in den Kommunen bezuschusst. Bürgermeister Amft geht davon aus, dass für die Kinderbetreuung in jedem Fall auch künftig die Gemeinde zuständig bleibt. Er rechnet damit, dass für den Kita-Neubau etwa 300 000 Euro aus eigenen Mitteln aufgebracht werden müssen.

Die Zeit, bis alle Gemeinden ihre Unterschrift unter den neuen Kita-Vertrag gesetzt haben, will der Rathauschef aber nicht tatenlos verstreichen lassen. Die Geburtenzahlen und der Wunsch vieler Eltern nach immer mehr Betreuungszeit machen einen neuen Kindergarten notwendig. „Und zwar so schnell wie möglich“, betont Amft.

Suche nach Grundstück

Doch zunächst muss ein passender Bauplatz gefunden werden, der der Gemeinde gehört – denn sonst käme der Kaufpreis eines Grundstücks auf die Investitionssumme noch obendrauf. Anbieten würde sich eine Freifläche von rund 1000 Quadratmetern in direkter Nähe zum derzeitigen Kindergarten in der Sibbesser Ortsmitte. Weiter müssen grundsätzliche Überlegungen folgen: Wie groß soll die Kita werden, welche Betreuungsplätze – Krippe oder Kindergarten – werden von den Eltern besonders nachgefragt. Wie soll die Architektur aussehen? Und natürlich geht es auch um Zuschussanträge. Derzeit haben in der Einheitsgemeinde neben Sibbesse auch Eberholzen und Westfeld eine Kindertagesstätte.