Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Neues Bauland in Söhlde?

Veröffentlicht von Andrea Hempen am 11.09.2018.

Söhlde - Im Kernort der Gemeinde Söhlde gibt es nach Angaben der Verwaltung nur noch einen freien Bauplatz. Und der liegt im Wohnpark-Wilhelm-Bruns. Da aber mehrere Anfragen Bauwilliger vorliegen, hofft die Gemeinde, bald neue Bauplätze anbieten zu können. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) prüft derzeit die Kosten für eine mögliche Erschließung des Baugebietes Söhlde Ost II.

Zwei Gebiete "Söhlde Ost“

Als Söhlde Ost wurde einst das Baugebiet Elsa-Brandström-Straße in Söhlde erschlossen. „Und weil es schon ein Söhlde Ost gab, kam die Zahl zwei dazu“, erklärt Bernhard Wöhleke, Kämmerer der Gemeinde Söhlde. Aber auch das Baugebiet Söhlde Ost II ist nicht neu, es wurde schon unter dem Bürgermeister Friedrich Deike Ende der 1980er Jahre beschlossen. Doch so schnell, wie die NLG hoffte, wechselte das Bauland nicht seinen Besitzer. „In den 90er Jahren kam die Baulandkrise noch dazu“, erklärt NLG-Geschäftsführer Andreas Kutscher.

Besondere Lage

Doch jetzt wird neuer Wohnraum benötigt und da bietet sich der zweite Abschnitt an. Die Lage von Söhlde Ost II ist besonders. „Eine Insellage“, beschreibt Kutscher. Die zu bebauende Fläche ist bereits umgeben von Häusern. Noch enden der Schlesierweg, die Magdeburger- und die Brandenburgerstraße in dem Viertel direkt vor dem Brachland. Nach der Erschließung würden sie im Gebiet fortgesetzt und die Adresse für neue 24 Häuser sein.

HAZ-Grafik: Anja Brinkmann

Doch ob es soweit kommt? „Wir holen aktuell Preise für die Erschließung ein“, so Kutscher. Noch im Oktober soll die Entscheidung fallen, ob die NLG das Bauland erschließen wird. „Die Gemeinde wäre froh, wenn es dort weiter geht“, sagt Kutscher. Der Geschäftsführer hält sich bedeckt, spricht aber von einer positiven Tendenz für die Entscheidung.

Keine Termine

Die Inselfläche im Osten des Ortes ist das letzte unbebaute Areal in Söhlde. Wenn sich die NLG dazu entscheidet, das Bauland zu erschließen, wann könnten die Bauwilligen dann loslegen? „Es wäre fatal, jetzt schon einen Zeitpunkt zu nennen“, wehrt Bernhard Wöhleke ab. Schön wäre es aber, wenn es im kommenden Jahr losgehen könnte.