Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Neustart bei Freundlichen Hildesheimern

Veröffentlicht von Rainer Breda am 11.01.2019.

Hildesheim - Die Freundlichen Hildesheimer haben den ersten Schritt zur Wiederbelebung ihres Vereins vollzogen: Eine Mitgliederversammlung hat jetzt die Weichen dafür gestellt, die Vorstandsarbeit der zuletzt kränkelndern Werbegemeinschaft auf breitere Schultern zu stellen, um damit mehr Händler zum Mitarbeiten zu gewinnen.

Als nächster Termin steht die Wahl eines neuen Führungsgremiums an. Die Versammlung dazu solle anberaumt werden, sobald die Satzungsänderung rechtlich wirksam sei, sagt Hans-Uwe Bringmann. „Es gibt für jeden Posten Kandidaten“, versichert er, will allerdings noch keine Namen nennen. Der frühere Vorsitzende (2001 bis 2011) arbeitet mit seinem einstigen Stellvertreter Axel Kressmann und HAZ-Vermarktungs-Chef Kai Wagener seit Monaten intensiv daran, die Werbegemeinschaft zu reanimieren – offensichtlich mit Erfolg, wie sich jetzt abzeichnet.

Deutschlandweite Entscheidung

Bei ihrem Neustart müssen die Freundlichen Hildesheimer allerdings ohne Galeria Kaufhof auskommen: Das Unternehmen hat zum letzten Jahreswechsel seinen Austritt erklärt, wie Geschäftsführerin Sandra Bracksieck den verdutzten Teilnehmern in der Mitgliederversammlung jüngst in ihrem Haus mitteilte. Die Entscheidung sei nicht in Hildesheim, sondern in der Unternehmenszentrale in Köln gefallen. Sie gelte deutschlandweit für Mitgliedschaften in Werbegemeinschaften und ähnlichen Institutionen, sagte Bracksieck der HAZ.

Die 46-Jährige Kaufhof-Chefin ist seit drei Jahren auch Vorsitzende der Freundlichen Hildesheimer. Sie hatte bereits im vergangenen Mai ihren Rückzug aus zeitlichen Gründen angekündigt, auch ihre bisherige Stellvertreterin Katarina Semper gibt ihr Amt auf.

Der Beschluss, sich aus den Werbegemeinschaften zurückzuziehen, sei noch vor dem Kaufhof-Zusammenschluss mit Karstadt gefallen, berichtet Bracksieck. „Ich habe bis zum Schluss darum gekämpft, die Verantwortlichen umzustimmen und eine Ausnahme für Hildesheim zu erwirken – leider vergeblich.“ Ob die Holding, die nun die beiden Unternehmen führt, die Grundsatzentscheidung noch einmal revidieren werde, könne sie nicht absehen, erklärte die Kaufhof-Geschäftsführerin. Ihr Haus werde sich aber darum bemühen, der Werbegemeinschaft weiter zu helfen – zum Beispiel, in dem es dieser oder auch Hildesheim Marketing (für den Pflasterzauber) Räume zur Verfügung stelle.

Den Freundlichen Hildesheimern dürften durch den Kaufhof-Austritt mehrere tausend Euro im Jahr an Mitgliedsbeitrag entgehen, Bracksieck wollte sich nicht zu dem Betrag äußern. Die Werbegemeinschaft hat etwa 60 Mitglieder, noch vor 15 Jahren waren es bis zu 80.