Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Nordstemmen: Schwindler erschweren DRK die Arbeit

Veröffentlicht von Alexander Raths am 12.07.2019.

Nordstemmen - Mit großem Aufwand wirbt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) noch bis Dienstag in der Gemeinde Nordstemmen um Mitglieder. Erschwert wird ihnen das Vorhaben durch Betrüger, die, nach Angaben der Gemeinde, ebenfalls in Nordstemmen unterwegs sein sollen. Diese geben sich angeblich als Mitarbeiter der Verwaltung aus. Und verlangen, dass man Einzugsermächtigungen ausfüllt.

DRK-Mitarbeiter können sich stets ausweisen

„Das sind keine Mitarbeiter von uns“, erklärt Bürgermeister Norbert Pallentin. Das Ganze hat auch nichts mit der aktuellen Mitgliederwerbung des DRK zu tun. „Unsere Mitarbeiter zeigen einen Ausweis vor“, betont DRK-Chefin Irmtraut Mundhenke. Die jungen Leute, die für das DRK unterwegs sind somit klar als legitime Mitarbeiter des Verbands erkennbar.

In den Sozialen Medien wie Facebook kursieren Hinweise, dass Schwindler von Haus zu Haus ziehen. Sie sollen aggressiv und aufdringlich auftreten und dabei die Füße in die Tür setzen. Unter anderem waren die Betrüger nach Berichten von Nordstemmern in der Schulstraße, im Baugebiet Mahlerter Straße und im Handwerkerviertel auf Tour.

Und so lief in einem Fall die Masche ab:„Ein Mann klingelte bei mir am Fitnessstudio. Er kam mit einem Tablet an. Und sagte, es ginge darum, in Absprache mit der Gemeinde Ehrenamtliche auszubilden“, erzählt der Nordstemmer Geschäftsmann Udo Köchy. „Der Mann ließ nicht locker.“ Köchy stellte dann nach eigenen Angaben eine einmalige Spende in Aussicht, der Betrüger wollte aber keine Kontonummer angeben – und verließ die Räume.

„Man sollte wachsam sein“

Die Polizei mahnt ausdrücklich zur Vorsicht. „Man sollte wachsam sein und niemanden hineinlassen, der nicht angemeldet ist oder sich nicht ausweisen kann“, sagt Polizei-Sprecherin Kristin Möller.

„Auch wenn jemand ein Glas Wasser oder auf die Toilette will, sollte man ihn nicht ins Haus lassen“, betont Möller. Nicht, wenn er sich nicht entsprechend ausweisen kann. Und falls die ungebetenen Gäste renitent werden: „Man kann Nachbarn um Hilfe bitten. Oder gleich über die Notrufnummer ,110’ die Polizei alarmieren.“ Die ist in Hildesheim unter 051 21 / 939 115 und in der Dienststelle Sarstedt unter 0 50 66 / 98 50 erreichbar.