Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Pflasterzauber: Neue Spielorte, um besser zu sehen?

Veröffentlicht von Norbert Mierzowsky am 10.09.2018.

Hildesheim - Zufriedene Gesichter: bei den Zuschauern, den Künstlern und den Machern des diesjährigen Pflasterzaubers. Klaus Wilhelm, der für das Programm zuständig ist, hat nach eigener Aussage viel Lob eingesammelt. Auch von den einzelnen Artisten.

Wie von der Sängerin Miss Walker, die ihm ein gutes Händchen für einen abwechslungsreichen Veranstaltungs-Mix bescheinigt. Das Hildesheimer Publikum sei „well educated“, zitiert Wilhelm Aussagen von Künstlern, die sie zum Abschluss ihrer Auftritte als Kommentare geben. „Wohl erzogen“, übersetzt Wilhelm. Aber es meint auch, dass die Hildesheimer in den vergangenen elf Jahren eben den Pflasterzauber als einen der jährlichen Höhepunkt goutieren.

Neue Auftrittsorte?

Das war daran zu erkennen, dass sich bei den Auftritten, vor allem am Samstag, immer wieder große Trauben gebildet haben. Mit dem Nachteil, dass die Zuschauer in den hinteren Reihen nicht alles mitbekommen hätten, was die Künstler auf die Beine gestellt haben. „Wir denken darüber nach, wie wir das ändern können“, sagt Wilhelm. Eventuell kämen auch neue Auftrittsorte infrage. An der Andreaskirche habe das jedenfalls geklappt, dort standen Sitzbänke: „Wir hätten dort gut doppelt so viele aufstellen können.“

Einige Besucher hätten die Gala-Abschluss-Show vermisst, sagt Wilhelm. Aber dadurch habe es eben mehr Auftritte der Künstler bis zum Abend hin geben können. Und er hat noch etwas im Visier: In Hildesheim gebe es immer mehr anspruchsvolle Tanzgruppen und -schulen, die auch Artistik im Programm haben und damit auch künftig den Pflasterzauber bereichern könnten: „Ich behalte das im Auge.“ sky