Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Roller vs. Mofa – wer siegt in Hackenstedt?

Veröffentlicht von Andrea Hempen am 10.07.2018.

Hackenstedt - Um steigenden Kosten und sinkenden Teilnehmerzahlen entgegenzuwirken, hat sich der Verein Renngemeinschaft Hackenstedt für das Waldrennen 2018 einiges einfallen lassen: „Der Kampf Mofa gegen Roller beginnt“, kündigen die Hackenstedter an.

In diesem Jahr treten zwei komplett verschiedene Systeme gegeneinander an, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Vielleicht ist es der Beliebtheit der Mofa-Rennen zu verdanken – die knatternden Zweiräder werden immer teurer. 200 bis 300 Euro sind keine seltenen Kaufpreise, die vor allem Sammler bezahlen. „Verständlich, dass man nicht so viel Geld ausgeben will, um beim Rennen zu starten“, sagt Malte Sukop, zweiter Vorsitzender des Vereins Renngemeinschaft Hackenstedt. Motor-Roller, so Sukop, gibt er derzeit schon ab 50 Euro. So können in Hackenstedt auch diejenigen an den Start gehen, die nicht viel Geld ausgeben oder so ein Rennen einfach mal ausprobieren wollen. Und: die ganz gerne mal an einem einfachen Motor schrauben.

Rennstrecke entschärft

Da die Roller allerdings nicht so strapazierfähig sind wie Mofas, muss die Rennstrecke entschärft werden. „Unsere anspruchsvolle Strecke war auch oft ein Kritikpunkt“, räumt Sukop ein. Nun wird die Piste auf dem Acker gleich neben dem Sportplatz entschärft. Der Container, über den die Fahrer ihr Zweirad steuern mussten, ist schon einmal von der Liste gestrichen.

„Man vergleicht sich ja mit der Konkurrenz in Ringelheim und Hönze“, erklärt Sukop. Die Hönzer hätten die einfachere Strecke, sagt er. Die Piste in der Gemeinde Holle ist allein schon durch die Hanglage eine Herausforderung.

Ringelheim fällt aus

Möglich, dass auch die Renndichte so manchen Starter aus Hackenstedt fernhielt. Im Wochentakt gehen Hönze, Ringelheim, Hackenstedt an den Start. Womöglich ein Vorteil für die Renngemeinschaft: Die Veranstaltung im Raum Salzgitter fällt in diesem Jahr aus.

Eigentlich müsste am 24. August der Startschuss für das zehnte Waldrennen fallen. Doch 2017 musste das Rennen abgesagt werden – der Dauerregen des vergangenen Sommers hatte Sportplatz und Acker gnadenlos durchweicht. Zehn Tage vor dem Mofa-Waldrennen sagten die Verantwortlichen deshalb das neunte Rennen ab. „Wir wussten, der Boden würde bis dahin nicht mehr trocknen“, erinnert sich Sukop. Das Rennen wäre unter diesen Bedingungen nicht nur sehr gefährlich geworden, sie hätten wahrscheinlich zudem den Sportplatz im Anschluss sanieren müssen.

Zelten am Sportplatz

Für den zweiten Anlauf der neunten Auflage hofft die Hackenstedter Rennegemeinschaft auf gutes Wetter und viele Zuschauer. Und natürlich auf etliche Fahrer. Mofa- oder Rollerfahrer können sich unter www.rg-hackenstedt.de anmelden. Für Zuschauer ist der Eintritt frei. „Um auch den Spaß abseits des Ackers, nicht zu kurz kommen zu lassen, gibt es wieder Livemusik am Abend und natürlich reichlich Essen und Getränke“, wirbt Sukop.

Wie bei den Veranstaltungen zuvor können Starter direkt am Sportplatz ihre Zelte aufschlagen. Anreise ist am 15 Uhr am Freitag, 24. August. Am Sonnabend, 25. August, starten die Motoren um 14 Uhr.