Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Schluss mit Schlaglöchern: Neue Ortseinfahrten für Westfeld

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 02.04.2019.

Die Bauarbeiten auf der Kreisstraße gehen voraussichtlich im Sommer los / Verkehrsbehörde legt genaue Umleitungen noch fest

Von Renate Klink

Sibbesse/Westfeld. Sanierungsstau – wie oft haben die Westfelder darüber schon geredet, gerade, wenn sie auf der Kreisstraße K 321 in Richtung ihres Heimatortes unterwegs waren. Schlaglöcher, Risse, aufgeplatzte Asphaltstellen. Schilder warnen die Autofahrer vor Straßenschäden, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 Stundenkilometer.

Doch damit soll bald Schluss sein. Denn wie schon länger angekündigt will der Landkreis mit der Sanierung starten: Das hat Ortsbürgermeister Herbert Zimmermann in der jüngsten Ortsratssitzung noch einmal bestätigt.

Nach bisherigen Planungen sollen zwei Abschnitte mit einer Gesamtlänge von 2,2 Kilometern saniert werden. Von Sibbesse auf der Landesstraße 485 kommend, bezieht sich der eine Abschnitt auf die Abzweigung links in Richtung Westfeld. Zudem soll auch der Abschnitt von Westfeld bis kurz vor Segeste ausgebaut werden. Die Ortsdurchfahrt ist bereits vor einiger Zeit erneuert worden.

Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Kosten auf insgesamt rund 1,6 Millionen Euro. Das hat Birgit Wilken, Pressesprecherin des Landkreises, auf Anfrage bestätigt. Das Land Niedersachsen fördert die Sanierung mit 60 Prozent. „Das entspricht auf Basis der gegenwärtigen Kostenschätzung etwas 950 000 Euro“, sagt die Sprecherin. Damit gehört das Projekt mit zu den teuersten Sanierungsmaßnahmen, die der Kreis in diesem Jahr umsetzen möchte. Eine Erklärung dafür ist, dass die Straße von Grund auf erneuert wird. Das kostet deutlich mehr, als nur Trag- und Deckschichten der Fahrbahn zu erneuern.

Nach Auskunft von Sprecherin Wilken werden die Bauarbeiten demnächst ausgeschrieben. Begonnen werden soll voraussichtlich im Juli oder August in diesem Jahr. Sicher ist aber bereits jetzt, dass die Westfelder sich dann auf Umleitungen einstellen müssen, da die Ausbaustrecken voll gesperrt werden. Welche Umleitungen dann gefahren werden müssen, darüber informiert die Verkehrsbehörde rechtzeitig. Sie legt die Ausweichstrecken aber erst fest, wenn der Auftrag an die Baufirma erteilt ist und der Verkehrssicherungsfirma ein entsprechender Antrag vorliegt.

Wie lange die Sanierungsarbeiten dann tatsächlich dauern werden, dazu gibt es bislang von der Kreisverwaltung noch keine Auskunft.

Der Landkreis hat seine Straßen entsprechend dem jeweiligen Sanierungsbedarf in vier verschiedene Kategorien eingeteilt. Sie sind auf einer Karte in den Farben rot (Ausbau nötig), orange (Deckensanierung erforderlich), gelb (Unterhaltungsarbeiten fällig) und grün (keine Maßnahme nötig) markiert. Die Strecken, die 2019 an der Reihe sind, fallen alle in den roten oder orangefarbenen Bereich. Insgesamt sollen zehn Strecken wieder in Schuss gebracht werden.