Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Sie büffeln in den Osterferien

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 10.04.2019.

Teenager aus dem Bistum lernen auf dem Wohldenberg, was künftige Jugendleiter wissen müssen

Von Andrea Hempen

Wohldenberg. Während andere Schüler ihre Freizeit in den Osterferien genießen, haben sich 20 Jugendliche in der Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg einquartiert, um zu lernen. Stephi Rihm, Valentin Stoffer und Max Südmark gehören zu der Gruppe. Die Hannoveraner sind Teilnehmer des Jugendleiterkurses, den der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) einmal im Jahr anbietet. Die 16-Jährigen sind schon aktiv in der Jugendarbeit, wollen bald eigene Gruppen leiten. Doch was muss man dafür eigentlich können?

Das Angebot des BDKJ umfasst zwei Kurse, die aufeinander aufbauen. Der erste betrifft die Persönlichkeit der Teilnehmer. „Da geht es darum, sich selbst besser kennenzulernen“, erklärt Max Südmark. Das sei wichtig, um andere Menschen und deren Handlungsweisen besser zu verstehen. „Wer nicht selbst reflektiert ist, kann auch nicht reflektiert mit einer Gruppe umgehen“, ergänzt Kursleiterin Ulrike Bloch. Der BDKJ lege besonders großen Wert auf eine nachhaltige Schulung der Jugendleiter. So ist er etwa der einzige Ausbilder in Niedersachsen, der einen Persönlichkeitskursus anbietet.

Im zweiten Kursus bereiten sich die künftigen Jugendleiter auf ihre Arbeit in der Gruppe vor. Dabei lernen sie neben der Theorie auch, wie ein Projekt praktisch geplant wird. „Wir müssen herausfinden, wofür die Leute brennen, welche Möglichkeiten die jeweilige Gruppe bietet“, erklärt Stephi Rihm. Dazu gehöre unbedingt, dass man wisse, wie es dem Einzelnen in der Gruppe gehe. „Das hat immer Vorrang, um am Ende das Gruppengefühl zu erreichen“, sagt Valentin Stoffer.

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In Niedersachsen gibt es besonders viele Jugendleiter. Von 1000 Menschen haben im Schnitt 3,1 eine Jugendleiter-Card.