Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Siegel bleibt! VfV 06 beendet Trainerdiskussion endgültig

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 06.12.2018.

Hildeshheim - „Wir machen mit Thomas Siegel weiter“, hatte VfV 06-Präsident Michael Salge nach dem Fußball-Oberligaspiel gegen Atlas Delmenhorst (2:0) sinngemäß und etwas zögerlich erklärt.

Der Trainer selbst war sich da wohl nicht so sicher. Am Mittwoch, nach dem letzten Training in diesem Jahr, sprach die HAZ mit ihm. „Ich weiß nicht genau, ob der Verein mit mir weiterarbeiten will“, sagte Siegel.

Die Aussagen der vergangenen Wochen hatten ihn verunsichert. „Gleichwohl kann ich die Debatten nicht wirklich nachvollziehen. Wir haben gute Spiele abgeliefert. Oft fehlte uns das Spielglück, oder die mangelnde Chancenverwertung war das Manko“, ergänzte der Trainer, dessen Unsicherheit mittlerweile unbegründet ist.

Kurzfristige Verstärkungen?

Klubchef Achim Balkhoff beendete am Mittwochabend alle Diskussionen: „Thomas Siegel bleibt unser Trainer!“ Dennoch wird es am kommenden Montag ein Treffen zwischen Vorstand, Präsidium und Trainer geben. Dort soll die Situation analysiert werden. „Eventuell werden wir auch über kurzfristige Verstärkungen sprechen. Wir machen aber keine Harakiri-Aktionen“, erklärt Balkhoff.

Er und Salge wollen sich vielmehr mit der Planung für die kommende Saison beschäftigen. „Wir haben im Jahr 2019 noch zwölf Spiele zu bestreiten. Zu 70 Prozent bleiben wir in der Oberliga“, prognostiziert der Vorsitzende. Eine Minimalchance auf den Aufstieg bei neun Punkten Rückstand auf die Spitze bestehe zwar, „dafür müssten wir aber zehn der zwölf Spiele gewinnen“, glaubt Balkhoff. Der VfV 06 überwintert auf Platz sechs. Mit 26 Punkten liegt das Team hinter den Erwartungen zurück. 30 Punkte bis Weihnachten hatte sich Vorstandsvorsitzender Achim Balkhoff vor einigen Wochen gewünscht.

Mit dem Abstieg sollten die Hildesheimer nichts zu tun haben. „Wir werden uns jetzt überlegen, mit wem wir weiterplanen wollen und wen wir eventuell in der kommenden Spielzeit dazu holen werden“, so Balkhoff.

Rechtzeitig planen

Die kommende Oberliga-Saison könnte hammerhart werden. Bis zu fünf Regionalliga-Absteiger drohen den Oberligisten. „Wir wollen den Vorteil nutzen, dass wir jetzt schon für die Oberliga planen können. Andere Vereine haben bislang viel weniger Planungssicherheit. Dieser Vorsprung könnte bei Transferverhandlungen ein Plus sein“, hofft der Vorsitzende.

Zurück zum Sportlichen: Trainer Siegel gibt den Spielern bis zum 20. Januar frei. Dann beginnt die Vorbereitung auf die restlichen Spiele. Den Auftakt bestreiten die VfVer am 25. Februar in Bersenbrück. Vorher (9. Februar) steht ein Testspiel beim Regionalligisten TSV Havelse an.

Zwischendurch sind einige Spieler beim EVI-Cup in der Volksbank-Arena im Einsatz. Das eigene Hallenturnier zum Jahresausklang wollen die Borussen natürlich gewinnen.