Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Smarthome: Elektronische Helferlein aus Bad Salzdetfurth

Veröffentlicht von Ulrike Kohrs am 10.09.2019.

Bad Salzdetfurth - Auf Kommando geht das Licht an, zieht der Staubsauger seine Kreise durchs Haus oder springt die Heizung an – Smarthome sei Dank. Auch ein Unternehmen aus der Region setzt seit zwei Jahren auf die elektronischen Haushaltshelfer. Noch bis Mittwoch stellt die wesmartify GmbH, die auf dem Gelände des Bad Salzdetfurther TecCenters ihren Sitz hat, auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin ihre neuen Produkte vor.

Die Branche boomt

„Für uns ist das die wichtigste Messe überhaupt“, sagt Björn Nahler, Projektleiter bei wesmartify. Denn zur IFA komme vor allen Dingen der private Kunde, der sich später die neueste Technik ins Haus holt. Den Kontakt zum Kunden sucht das Unternehmen ohnehin ganz direkt: einer ihrer Vertriebswege sind Verkaufspartys bei den Kunden zuhause.

Das Bad Salzdetfurther Unternehmen ist zum zweiten Mal in Berlin dabei. Und Nahler hat festgestellt: Seine Branche boomt unvermindert weiter. Die Smarthome-Anbieter füllen inzwischen eine ganze Ausstellungshalle. „Hier gibt es viele spannende Produkte zu sehen“, hat er beim Rundgang festgestellt. Ganz groß im Kommen seien zum Beispiel die Saugroboter, die inzwischen von immer mehr Firmen auf den Markt drängen.

Auch die wesmartify GmbH nutzt die IFA, um ihre neuen Smart-Home-Produkte auf den Markt zu bringen. Unter dem Namen essentials werden von den Bad Salzdetfurthern ab sofort 16 Komponenten angeboten, die eines gemeinsam haben: kaufen, anschließen, fertig. Die zunächst 16 Smart-Home-Einsteigerprodukte aus den Bereichen Licht, Sicherheit, Energie und Entertainment kosten zwischen 9,99 Euro und 29,99 Euro. Dazu gehört beispielsweise auch eine Glühbirne, die in die Lampe geschraubt direkt per App steuerbar ist und dazu keine zentrale Steuereinheit, mehr benötigt. „Unsere Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt: Viele Smart-Home-Neulinge möchten sich langsam vorantasten – nicht gleich Hunderte Euro in die Hand nehmen, sondern mit einem kleinen Anwendungsbeispiel starten. Für diesen Wunsch liefern wir mit der Marke essentials die Antwort“, so Ralf Klar, Geschäftsführer der wesmartify GmbH. Für die Zukunft sei ein Ausbau auf bis zu 100 Komponenten geplant, die sich zentral über eine App steuern lassen.

Arbeitsplätze geschaffen

Das junge Unternehmen hat sich also noch viel vorgenommen für die Zukunft. Nahler ist aber auch derzeit schon sehr zufrieden über die Entwicklung. „Wir haben sogar schon neues Personal in den Bereichen Lagerung und Logistik eingestellt“, freut er sich. Das Aufkommen an Produkt-Paketen, die zum Kunden verschickt werden, habe deutlich zugenommen.