Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Während M’era Luna: Viele Mängel bei Taxi-Kontrollen

Veröffentlicht von Ulrike Kohrs am 12.08.2019.

Hildesheim - Bis zu 27 500 Menschen tummelten sich am Wochenende auf dem Festivalgelände am Flughafen – jetzt kehrt wieder Ruhe ein. Die meisten M’era-Luna-Gäste sind abgereist, der Abbau läuft. Zeit für die Polizei, Bilanz aus dem Wochenende zu ziehen. „Aus unserer Sicht verlief das Festival wieder friedlich. Die Polizei registrierte nur wenige Straftaten“, sagt Jan Makowski, Sprecher der Polizei. Eine Menge zu tun, gab es trotzdem. Auch deshalb, weil die Polizei mit der Stadt im großen Stil Taxis kontrollierte: 54 Fahrzeuge wurden angehalten, bei 43 wurden Mängel festgestellt.

Taxifahrer missachten Anweisungen

Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter mitunter schlechte Erfahrungen mit den Taxifahrern gemacht. „Sie hatten sich kaum an die Anweisungen der Sicherheitskräfte gehalten“, erinnert Makowski. Dabei hatte der Veranstalter auch deshalb auf privates Sicherheitspersonal gesetzt, damit die An- und Abfahrten reibungslos ablaufen konnten. Einige Taxifahrer wollten sich aber nicht sagen lassen, wo sie ihre Fahrgäste aussteigen lassen. Damit das nicht wieder passiert, beschlossen Polizei, Stadt Hildesheim und Veranstalter für dieses Jahr die Taxikontrollen. Ein Großteil davon fand auf dem eigens fürs Festival eingerichteten Taxi-Stand im Hottelner Weg statt. Die anderen Taxis wurden mobilen Kontrollen unterzogen.

Lediglich neun Fahrzeuge und Fahrern waren dabei beanstandungsfrei. Bei den anderen 43 Taxis wurden insgesamt 90, überwiegend kleinere, Verstöße festgestellt. Dazu zählten zum Beispiel Verstöße gegen Zulassungsordnung, Personenbeförderungsgesetz oder Nichtraucherschutzgesetz. Zwei Fahrern wurde die Weiterfahrt untersagt, weil sie die Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung nicht dabei hatten. Die Fahrzeug- und Fahrerdaten werden beim Hauptzollamt Braunschweig von der Abteilung Schwarzarbeit kontrolliert.

Zum Thema Verkehr fällt Makowskis Bilanz positiv aus: „Das Verkehrskonzept sorgte dafür, dass die Anfahrt der Teilnehmer weitestgehend störungsfrei und problemlos verlief.“ Nur bei der Abfahrt sei es vereinzelt zu kleinen Störungen gekommen.

Wenig Straftaten

Gemessen an der großen Anzahl von Besuchern, sei auch das Straftatenaufkommen eher gering gewesen: fünf Diebstähle, vier Körperverletzungsdelikte und drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Im Nahbereich der Veranstaltung wurden zudem zwei Autos aufgebrochen. Bei einem BMW der 1er-Reihe wurde eine Scheibe eingeschlagen. Aus dem Fußraum entwendeten bisher unbekannte Täter eine Stofftasche mit Medikamenten. Und in der Junkersstraße wurde ein VW-Bus aufgebrochen. Aus dem Innenraum wurden ein Rucksack sowie elektronische Geräte gestohlen. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0 51 21 / 939-115 zu melden.