Hildesheimer Allgemeine Zeitung

TK Maxx eröffnet in der Arneken Galerie

Veröffentlicht von Tarek Abu Ajamieh am 11.09.2018.

Hildesheim - Der Umbau ist abgeschlossen, das Personal eingestellt, die Waren eingeräumt: Donnerstagfrüh um 9 Uhr eröffnet der Groß-Discounter TK Maxx seine neue Filiale in der Arneken Galerie. Deren Eigentümer Klépierre hat tief in die Tasche gegriffen, um den neuen Großmieter nach Hildesheim zu holen. Im Gegenzug hofft der französische Immobilienkonzern auf deutlich mehr Besucher in dem Einkaufszentrum.

Eine Hoffnung, die auch viele Geschäftsbetreiber in der Galerie teilen, die in der Vergangenheit klagten es seien schlicht nicht genug potenzieller Kunden in der Galerie unterwegs. Gut fünf Jahre nach der Eröffnung soll TK Maxx der Galerie, die immer wieder mit Geschäftsaufgaben von sich Reden machte, ganz neuen Schwung verleihen. Selbst Betreiber Klépierre räumt zwischen den Zeilen einen gewissen Nachholbedarf ein, die Franzosen sprechen von einem „richtigen Impuls fünf Jahre nach der Eröffnung“.

Die Erwartungen

Die Erwartungen der Unternehmer sind also groß. Und die der Kunden sicher auch, wenn sich die Tore der insgesamt 2000 Quadratmeter großen Filiale – 1300 Quadratmeter im ersten Stock, weitere 700 im Erdgeschoss – erstmals öffnen. Erwartet wird ein massiver Ansturm wie einst bei den Eröffnungen von H & M und vergleichbaren Geschäften in Hildesheim.

TK Maxx selbst befeuert die Erwartungen zusätzlich: Das Unternehmen stehe „für ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer ständig wechselnden Auswahl an Top-Marken und Designer-Labels, die bis zu 60 Prozent günstiger als der unverbindliche Verkaufspreis angeboten werden und damit deutlich preiswerter als in Kaufhäusern oder Geschäften der Haupteinkaufsstraßen sind“. Mehrmals pro Woche werde neue Ware geliefert, so dass es ständig Neues zu entdecken gebe.

Das Sortiment

Das Sortiment reicht dabei von Kleidung über Haushaltswaren bis zu Kosmetik- und Deko-Artikeln, die nach Angaben des Unternehmens aus Ladenbeständen, Überproduktionen und Insolvenzen aus der ganzen Welt stammen und deshalb günstiger angeboten werden könnten. Die Meinungen über die Angebotsqualität von TK Maxx gehen deshalb durchaus auseinander, das Unternehmen selbst formuliert ironisch: „Bei uns findet man immer das, was man nicht gesucht hat.“ Ansonsten verweist TK Maxx auf eine Social-Media-Studie von Deutschland-Test und Focus Money, wonach die Kette zu den drei beliebtesten Unternehmen der Kategorie „Modehäuser und Textilketten“ zählt.

Für die Galerie ist sie jedenfalls ein Hoffnungsträger. Klépierre hat einen Millionenbetrag investiert, unter anderem zwei Rolltreppen versetzt und mehrere Mieter umziehen lassen, um Platz für TK Maxx zu schaffen.

Dirk Fittkau jetzt Chef für fünf deutsche Center

Seit Eröffnung der Arneken Galerie war Dirk Fittkau der zuständige Centermanager. Er machte den Wechsel der Betreiber von Multi Development zu Corio und schließlich zum französischen Konzern Klépierre mit.

Für diesen hat er kürzlich die Verantwortung für dessen fünf deutsche Einkaufscenter übernommen, ist also Chef aller Centermanager.

Klépierre besitzt und betreibt neben der Arneken Galerie zwei Center in Duisburg sowie je eines in Dresden und Berlin. Aktuell betreut der 47-jährige Fittkau in Personalunion auch noch das Hildesheimer Shoppingcenter. Ein Nachfolger steht aber schon fest, dieser soll zum 1. Oktober anfangen.