Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Volkslauf verschoben: Startschuss fällt Ende September

Veröffentlicht von Alexander Raths am 10.07.2018.

Kreis Hildesheim - Ein langer Atem ist gefragt. Nicht nur bei den Sportlern, die bei diesem neuen Volkslauf antreten. Auch schon vorher – und zwar bei den Organisatoren, dem Kreissportbund (KSB) und dem Projektbüro Kulturhauptstadt. Denn es ist ein organisatorischer Kraftakt, das Spektakel auf die Beine zu stellen. Zumal die Tour möglichst alle Gemeinden verknüpfen soll. Heißt: Von Alfeld bis Algermissen, von Sarstedt bis Freden sollen sich die Kommunen verbinden und so einen Beitrag auf dem Weg Hildesheims zur Kulturhauptstadt 2025 leisten, darum auch die Dauer des Laufes: 20 Stunden und 25 Minuten.

Viele offene Fragen

Der Startschuss für das Spektakel sollte eigentlich am 1. September fallen. Doch nun sollen sich die Läufer am 29. September auf die Piste gehen. „Wir müssen noch viele offene Fragen klären“, sagt Thomas Harling, Leiter des Projektbüros. Kein Wunder: Die Macher des Volkslaufs wollen Gemeinden, Städte und Sportvereine unter einen Hut bekommen, gemeinsam die Etappen des Laufs festlegen – und für Unterstützung sorgen. Damit die Läufer an den einzelnen Stationen Verschnaufpausen an bestimmten Punkten der Strecke einlegen können oder dort Verpflegung erhalten. Dazu sind Sporthallen nötig, um die Tour überhaupt möglich zu machen. „Eine Sporthalle zur Verfügung zu stellen, sollte sicherlich möglich sein“, sagt Giesens Bürgermeister Andreas Lücke. „Wir machen bei dem Lauf mit. Das ist eine gute Sache.“ Lamspringes Verwaltungschef Andreas Humbert zeigt sich ebenfalls von der Idee angetan, Lamspringe werde das „Event“ auf jeden Fall unterstützen – ohnehin begrüßten die Gemeinden im Landkreis das Ereignis, berichtete Humbert nach einem Treffen der Veranstalter und Vertreter der Kommunen.

„Hundertprozentig“ dafür

„Wir in Lamspringe stehen 100-prozentig hinter dem Volkslauf“, sagt der Bürgermeister. Die Lamspringer stecken gerade einen Streckenabschnitt zwischen Lamspringe und Freden ab.

Die Tour soll in Hildesheim starten und in Alfeld enden. „Man muss die Möglichkeiten haben, das Ganze auf den Weg zu bringen“, sagt KSB-Chef Frank Wodsack. „Das stellt uns vor Herausforderungen. Aber wir haben schon Zuspruch bekommen.“ Wichtig seien zum Beispiel Fragen, wer sich wann um seinen Streckenabschnitt kümmert, etwa THW und Feuerwehr. „Wir bekommen das hin“, ist Wodsack optimistisch.

Die Veranstalter setzen darauf, dass sich viele Menschen Ende September aufmachen. Weil der KSB 99 000 Mitglieder zählt, von denen etliche mitmachen dürften – und weil auch Radler sowie Inliner starten können. Es soll ohnehin ein Ereignis für alle Menschen werden – und ein Motor der Integration. Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenführen, das ist laut Harling Sinn der Sache. Um die Bewerbung Hildesheims zur Kulturhauptstadt greifbar zu machen, zusammen mit allen 19 Städten und Gemeinden der Region.