Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Vorschrift: Toilette an Badesee muss hochwasserfest sein

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 13.06.2018.

Sarstedt/Giften - Eine überschwemmungssichere, auf einem Gerüst montierte Toilette sorgt am Giftener Badesee für Stirnrunzeln. Die frisch installierte Toilette ist nämlich nur über fünf Stufen zu erreichen und damit alles andere als barrierefrei, wie Stadtsprecherin Daniela Klose in Sarstedt einräumt. Allerdings befinde sich die Toilette in einem gelegentlich von Hochwasser betroffenem Gebiet zwischen den Flüssen Leine und Innerste. Weitere an dem Badesee gelegene Toiletten seien ebenerdig erreichbar.

Wie der für die Genehmigung zuständige Landkreis Hildesheim mitteilt, sind die Anforderungen an den Toilettenneubau erheblich. Der WC-Container müsse einem Jahrhunderthochwasser standhalten und oberhalb des entsprechenden Wasserspiegels errichtet werden. Damit sollten bei einer schlimmen Überschwemmung Schäden und das Abfließen von Schmutzwasser und Fäkalien aus der Toilette verhindert werden.

Badegäste urinierten in die Vorgärten

Die Ständer-Bauweise ist nach Angaben von Giftens Ortsbürgermeister Detlef Goldammer (WAS) kein Problem. „Ich finde es gut, dass da jetzt endlich ein Toilettenhäuschen hinkommt“, sagt Goldammer. Die zusätzliche Toilette am Ende des Jeinser Wegs hatte der Verwaltungsausschuss bereits 2015 beschlossen. Der Ortsrat hatte die Umsetzung dieses Projekts wiederholt angemahnt. Die Verzögerung hing nun auch damit zusammen, dass das Gebäude in Ständerbauweise errichtet werden musste. Immer wieder hatten in der Vergangenheit Badegäste einfach in den Vorgarten des letzten Hauses am Jeinser Weg uriniert.