Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Warum die Almstedter dem VfV 06 die Daumen drücken

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 12.04.2019.

Der Fußball-Landesligist hat den Klassenerhalt längst noch nicht abgeschrieben / Beim Vorletzten TV Stuhr zählt nur ein Sieg

Von Thorsten Berner

Almstedt. Michael Lang redet nicht lange um den heißen Brei herum. „Wenn wir weiter vom Klassenerhalt reden wollen, dann müssen wir dieses Spiel gewinnen.“

Am Sonntag (15 Uhr) gastiert Fußball-Landesligist MTV Almstedt beim Tabellenvorletzten TV Stuhr. Die Almstedter stehen nur einen Platz davor, haben aber acht Punkte mehr auf dem Konto als der nächste Gegner. „Wir richten den Blick nicht nach unten, sondern auf das rettende Ufer“, sagt MTV-Coach Lang. Nichtabstiegsplatz zwölf ist bereits sechs Punkte entfernt. Dort steht derzeit Iraklis Hellas mit 25 Zählern.

Es gibt aber vielleicht noch ein Hintertürchen. „Wenn aus der Oberliga kein Klub in die Landesliga Hannover absteigt, bestreitet der Dreizehnte Relegationsspiele um den Klassenerhalt“, klärt Lang auf. Deshalb drücken die Almstedter auch dem VfV Borussia 06 Hildesheim die Daumen, damit er in der Oberliga bleibt. Der Rückstand der Almstedter auf Rang 13 (TSV Krähenwinkel-Kaltenweide) beträgt nur zwei Punkte. Außerdem kommt es im Restprogramm noch zum direkten Duell zwischen dem MTV und dem TSV. „Noch haben wir Chancen, die Klasse zu halten“, sagt Lang. „Dass sein Team in der Landesliga mithalten kann, hat es jüngst beim 0:0 gegen Spitzenreiter Hemmingen-Westerfeld bewiesen. „Wenn wir öfter so konstant gespielt hätten wie gegen Hemmingen, dann stünden wir jetzt nicht so weit unten“, glaubt Lang. „Leider haben wir in einigen Spielen durch individuelle Fehler bessere Ergebnisse verpasst.“

Lang ist vorsichtig optimistisch: „Noch haben wir sieben Spiele. Unter anderem gegen Stuhr, Steimbke, Krähenwinkel und Pattensen, die auch alle gegen den Abstieg kämpfen. Und dann haben wir am vorletzten Spieltag noch das Derby gegen Bavenstedt.“ Lang prophezeit: „Das wird ein heißer Endspurt.“

Doch der Blick auf das Restprogramm bringt nichts, wenn man in Stuhr nicht gewinnt. Was, wenn es am Ende doch nicht reicht? „Das wäre sehr schade, aber keine Katastrophe“, sagt der MTV-Coach. „Wir haben eine junge und ehrgeizige Mannschaft, die auch im Fall des Abstiegs zusammenbleibt.“ Auch Lang macht weiter: „Weil es mir einfach Spaß macht.“