Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Wildes Parken vor der Grundschule

Veröffentlicht von HAZ-Redaktion am 06.12.2018.

Itzum - Schon seit geraumer Zeit ärgern sich die Mitglieder des Itzumer Ortsrates über das wilde Parken von Autofahrern auf den Grünstreifen neben dem Parkplatz an der Itzumer Grundschule. „Gerade während der Abendstunden und bei Veranstaltungen im Bürgerhaus oder in der Sporthalle herrscht hier das Chaos“, berichtet Ortsbürgermeisterin Beate König auf Nachfrage dieser Zeitung. Immerhin eines haben die Kommunalpolitiker schon erreicht: Stadtbaurätin Andrea Döring will prüfen lassen, ob auf dem Parkplatz zwei Behindertenparkplätze angelegt werden. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, unterstreicht König.

Nach Angaben der Ortsbürgermeisterin würden vor allem abends viele Anlieger des Spandauer Weges den Parkplatz privat nutzen. Besucher der Veranstaltungen würden derweil auf den Grünstreifen ausweichen. „Wir hatten deshalb schon überlegt, den Parkplatz bei Veranstaltungen nur für Besucher der Sporthalle oder des Bürgerhauses freizugeben“, sagt Köng.

Verbot schwer durchsetzbar

Döring habe jedoch deutlich zu verstehen gegeben, dass dieses nur schwer durchsetzbar sei, zumal es in der Stadt Hildesheim nur eine begrenzte Zahl von Politessen gibt. Das leuchtet König auch ein. „Was nützt uns ein Verbot, wenn wir kein Personal haben, um dies auch überwachen zu können“, betont sie.

Allerdings sei sie froh, dass nun wohl zumindest Behindertenparkplätze angelegt werden, um älteren Bürgern, die im Rollstuhl sitzen, den Besuch der Veranstaltungen zu ermöglichen.

Dumme Antworten von Parkern

Über das wilde Parken auf den Grünstreifen vor und hinter dem Parkplatz ist König trotzdem verärgert. „Obwohl dort öffentliches Grün kaputtgemacht wird, bekommt man von den Autofahrern auch noch dumme Antworten, wenn man sie darauf anspricht“, berichtet die Ortsbürgermeisterin aus Erfahrung. „Das geht Sie gar nichts an“, habe sie sich schon oft anhören müssen. Da nutze es auch nur wenig, wenn man die Autofahrer darauf hinweist, dass sie sich zu Hause doch auch nicht mit ihrem Fahrzeug in den Vorgarten stellen.

Den Itzumer Kommunalpolitikern schwebt nun vor, auf dem vorderen Grünstreifen, rechts und links neben der Auffahrt zum Parkplatz zwei Findlinge aufstellen zu lassen, um das wilde Parken zu unterbinden. „Solche Findlinge gibt es ja beispielsweise auch schon am AWO-Kindergarten“, sagt König. Natürlich müsse bei solchen Planungen auch die Ortsfeuerwehr mit eingebunden werden, damit die Feuerwehrleute auch noch durchkommen, wenn sie den Maibaum aufstellen. „Für den hinteren Grünstreifen habe ich mir überlegt, dort eine Blumenwiese anlegen zu lassen“, sagt die Ortsbürgermeisterin

Entspannung bei Glascontainer

Auf eine Entspannung der bislang gefährlichen Verkehrssituation hofft König derweil an der Auffahrt zum Rewe-Parkplatz. Wie berichtet, hatten dort parkende Autos an den Glascontainern die Sicht verdeckt. Döring habe signalisiert, dass es dort wohl künftig nur noch einen Parkplatz zum Entladen des Altglases geben wird.